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Der Fall Philip Seymour Hoffman: New Yorker Polizei nimmt vier Verdächtige fest

Polizisten in New York: Ermittlungen in Hoffmans Wohnung Zur Großansicht
AFP

Polizisten in New York: Ermittlungen in Hoffmans Wohnung

Die New Yorker Polizei kommt bei den Ermittlungen zum Tod von Philip Seymour Hoffman offenbar voran. In Manhattan sind vier Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen in Verbindung mit den Drogen stehen, die bei dem Schauspieler gefunden wurden.

New York - Im Fall des Drogentodes von Schauspieler Philip Seymour Hoffman hat es vier Festnahmen gegeben. Das berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf nicht näher genannte Polizeiquellen. Die Festnahmen sollen in Lower Manhattan erfolgt sein, nachdem Ermittler mehrere Wohnungen in einem Gebäude durchsuchten.

Drei Männer und eine Frau seien festgenommen worden, die Ermittler hätten mehr als 350 Päckchen mit Heroin bei ihnen gefunden, heißt es in der "New York Times". Ermittlungen nach dem Tod des Oscar-Preisträgers führten demnach zu den Verdächtigen, die ihm Drogen verkauft haben könnten.

Hoffman war am Sonntag tot in seiner New Yorker Wohnung gefunden worden, in seinem linken Arm steckte eine Spritze. Die Ermittler gehen von einer Überdosis Heroin aus. Er hatte offenbar nur Stunden vor seinem Tod Rauschgift in der Nähe seiner Wohnung gekauft. Die Todesursache ist offiziell aber noch nicht bekannt. Der dreifache Familienvater wurde 46 Jahre alt. Er hatte lange mit seiner Alkohol- und Drogensucht gekämpft. In der Vergangenheit sagte er mehrfach, das Problem sei überwunden.

Eine Untersuchung der bei Hoffman gefundenen Drogen ergab laut New Yorker Polizei, dass das Heroin nicht mit Fentanyl, einem synthetischen Ersatzmittel, das deutlich stärker wirkt als Morphin, versetzt war. In den vergangenen Monaten war es zu einigen Todesfällen in Folge von gepanschtem Heroin gekommen.

Hoffman soll in New York im Kreis von "Familie und engen Freunden" beigesetzt werden. Eine weitere Trauerfeier sei zu einem späteren Zeitpunkt in New York geplant, teilte die Sprecherin des Schauspielers mit.

Statt Blumen wünsche sich die Familie Spenden für zwei Wohltätigkeitsorganisationen, die Hoffman am Herzen lagen. Es handelt sich dabei um eine Kunstinitiative für junge Leute ("The DreamYard Project") und die "Christopher and Dana Reeve"-Stiftung, die sich für Querschnittsgelähmte einsetzt.

wit/Reuters/AP/dpa

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