Tödliche Brandattacke Ehemann muss in die Psychiatrie

Er hatte auf offener Straße seine Frau angezündet. Für die Tat kommt ein 41-Jähriger aus Kiel dauerhaft in die Psychiatrie. Wegen seiner schweren Wahnerkrankung bleibe er gefährlich, urteilte das Gericht.

Der Tatort in Kronshagen bei Kiel
DPA

Der Tatort in Kronshagen bei Kiel


Wegen der tödlichen Brandattacke auf seine Frau hat ein Gericht einen 41-Jährigen aus der Nähe von Kiel dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen. Der aus Togo stammende Mann habe seine Frau am 7. Dezember 2016 im Wahn mit Benzin überschüttet und angezündet, urteilte das Kieler Landgericht.

Wegen seiner schweren Wahnerkrankung bleibe er gefährlich und müsse in der Psychiatrie bleiben, sagte der Vorsitzende Richter. Der Mann ist dort bereits seit der Tat vorläufig untergebracht.

Das 38-jährige Opfer - Mutter zweier kleiner Kinder - starb auf offener Straße in Kronshagen bei Kiel einen qualvollen Feuertod. Der 41-Jährige musste sich wegen heimtückischen und grausamen Mordes verantworten - begangen im Zustand der Schuldunfähigkeit.

Im Prozess hatte der Mann gesagt, dass er die Frau, die ebenfalls aus Togo stammte, immer noch für lebendig halte. Es sei eine Lüge, dass sie tot sei.

Laut Staatsanwaltschaft wollte der Mann seine Frau mit der Brandattacke bestrafen - und ihr eine Lektion für ihr Verhalten erteilen, das er für arrogant gehalten habe. Den Tod der 38-Jährigen habe er dabei billigend in Kauf genommen.

Der Mann bestätigte vor Gericht, dass er seiner Frau eine Lektion erteilen wollte. Er habe sich von ihr bedroht gefühlt und ein Zeichen setzen wollen. Im Nachhinein schäme er sich für seine Tat.

brt/dpa

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