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Tödlicher Stich vor Scheidungstermin: Richter schicken Ehefrau in die Psychiatrie

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DPA

Landgericht Aachen: Wahnhafte Todesangst

Eine Frau erstach ihren Mann unmittelbar vor der Scheidung. Ins Gefängnis aber muss sie deswegen nicht - Richter attestierten ihr Wahnvorstellungen.

Eine Frau, die auf dem Weg zum Scheidungstermin ihren Ehemann getötet hat, muss in die Psychiatrie. Die Frau könne wegen ihrer schweren seelischen Erkrankung nicht bestraft werden, stellten die Richter am Aachener Landgericht fest. Wahnvorstellungen hätten zu der Tat geführt.

Dem Urteil zufolge hatte die Frau im Oktober vor dem Amtsgericht Eschweiler auf ihren Mann gewartet und ihm mit einem Messer in den Hals gestochen. Der 39 Jahre alte Mann verblutete.

Das Paar hatte sich laut Gericht einvernehmlich scheiden lassen wollen. In ihrem Wahn hatte die Frau aber Todesangst vor ihrem Mann, obwohl sie nichts von ihm zu befürchten hatte.

Bei der Täterin hatte es der Staatsanwaltschaft zufolge 1998 erste krankhafte Auffälligkeiten gegeben. In den folgenden Jahren fuhr die heute 38-Jährige demnach in verschiedene Städte Deutschlands. Sie bildete sich ein, "Befehlen" der Kinderbuchfigur Peter Pan und des Popstars Michael Jackson zu folgen.

Trotz der Krankheit heiratete das Paar 2007. "Der Ehemann hat das Ausmaß der Erkrankung wohl unterschätzt", sagte die Staatsanwältin.

sms/dpa

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