Istanbul - In Antalya wird der Prozess um die tödliche Vergiftung von drei Lübecker Schülern durch gepanschten Alkohol an diesem Mittwoch wieder aufgerollt. Das türkische Revisionsgericht in Ankara hatte die Urteile aufgehoben und für die Hersteller und Verkäufer der Getränke höhere Strafen gefordert.
Bei einer Klassenfahrt im März 2009 war der Lübecker Schülergruppe in einem Hotel in der Stadt Kemer gepanschter, tödlicher Alkohol serviert worden. Ein 21-Jähriger starb an einer Methanolvergiftung, ein 17- und ein 19-Jähriger fielen ins Koma und starben später in der Uni-Klinik Lübeck.
Die beiden Hauptangeklagten, zwei Getränkelieferanten, wurden 2011 zu Haftstrafen von jeweils 60 Jahren verurteilt. Ein Einkaufsmanager und der Restaurantchef des betroffenen Hotels wurden zu fünf Jahren verurteilt. Neun weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Ein Anwalt eines Hotelangestellten sagte nun, vor allem das Hotelpersonal habe nach Ansicht des Kassationsgerichts zu geringe Strafen erhalten.
hut/dpa
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