Tunnel-Coup in Berlin: Fotos zeigen Zerstörung in Tresorraum

Berliner Tunnel-Räuber: Zerstörung im Tresorraum
Fotos
Berliner Volksbank

Aufgebrochene Schließfächer, Brandspuren und eine Menge Schutt: Bilder zeigen die Verwüstung, die die Tunnel-Diebe bei ihrem spektakulären Einbruch in eine Berliner Bankfiliale hinterließen. Der unterirdische Zugang zum Tresorraum wurde inzwischen blockiert - mit 80 Zentimetern Stahlbeton.

Berlin - Die von Tunnel-Dieben ausgeräumte Bankfiliale in Berlin hat ihren Tresorraum wieder für Schließfachmieter freigegeben. Zutritt haben allerdings vorerst nur jene Kunden, deren Schließfächer nicht aufgebrochen wurden. Die Bank veröffentlichte Fotos, die den Schaden im Tresorraum zeigen: So sind ganze Reihen aufgebrochener Schließfächer zu sehen, auch Brandspuren sind zu erkennen.

Inzwischen hat die Spurensicherung ihre Arbeit abgeschlossen, laut Bank wurde der Raum mit den Schließfächern gesäubert, frisch gestrichen, neuer Boden verlegt und die beschädigten Schränke entfernt. Die Bank hat mitgeteilt, es werde Monate dauern, bis eine detaillierte Aufstellung der gestohlenen Gegenstände vorgelegt werden könne. Die Versicherung der Bank hat für Hinweise, die zur Wiederbeschaffung der gestohlenen Wertsachen oder des entwendeten Geldes führen, eine Belohnung von zehn Prozent - maximal 25.000 Euro - ausgesetzt.

Am 14. Januar war entdeckt worden, dass Unbekannte von einer Tiefgarage aus über einen rund 45 Meter langen Tunnel in den Tresorraum der Bank im Stadtteil Steglitz eingestiegen waren. Zwischen Tresorraum und dem von den Dieben gegrabenen Tunnel wurde inzwischen eine 80 Zentimeter dicke Stahlbetonwand eingezogen. Zudem wurde der Tunneleingang in der Tiefgarage durch Stahlelemente gesichert. Der Tunnel selbst soll ebenfalls zugeschüttet werden. Das kann allerdings erst bei passender Witterung geschehen.

Die Polizei geht von mehreren Tätern aus, von denen jede Spur fehlt. Einer von ihnen hatte offenbar unter falschem Namen ein Schließfach gemietet, um den Tresorraum für den spektakulären Einbruch auszukundschaften. Eine Spur erwies sich als falsch: Die Ermittler hatten mit einem Fahndungsfoto nach einer Person gesucht, die mit gefälschten Papieren einen Stellplatz in der Tiefgarage gemietet hatte. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Mann auf dem Passfoto nicht zu den Tätern gehörte - sein Bild war offenbar aus dem Internet kopiert worden.

ulz

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insgesamt 33 Beiträge
nickmason 28.01.2013
Sollten die Täter geschnappt werden, können sie ihre Anwaltskosten locker durch den Verkauf der Filmrechte bezahlen. Dieser Coup dürfte in Hollywood nicht unbemerkt geblieben sein.
Sollten die Täter geschnappt werden, können sie ihre Anwaltskosten locker durch den Verkauf der Filmrechte bezahlen. Dieser Coup dürfte in Hollywood nicht unbemerkt geblieben sein.
eifelwissen 28.01.2013
Komisch, in Zeiten, in denen Anzugtraeger, die sich Bänker nennen, Milliardenbeträge vernichtet haben, Existenzen zerstoert, immer noch weich landen, selten mit dem Staatsanwalt Bekanntschaft machen, fast nie mit dem Knast, [...]
Komisch, in Zeiten, in denen Anzugtraeger, die sich Bänker nennen, Milliardenbeträge vernichtet haben, Existenzen zerstoert, immer noch weich landen, selten mit dem Staatsanwalt Bekanntschaft machen, fast nie mit dem Knast, sondern lediglich eine Abfindung nach seltenem Rauswurf kleiner ausfaellt, muss ich ob solcher "schlimmen Schwerstkriminellen" schon schmunzeln ;-). Und fuehle mich an die beruehmten "ehrbaren" Berliner Gangster, die Brueder SASS erinnert. Ja lieber Spon, es ist eine Straftat. Ich weiss. . .
jejo 28.01.2013
Und, wurde in der Nähe eine Red Headed League gegründet?
Und, wurde in der Nähe eine Red Headed League gegründet?
sagmalwasdazu 28.01.2013
.... wenn ich mir so Vorstelle, wieviel Illegale Wertsachen in den Schließfächern war. Schwarzgelder, Hehlerwaren...usw. Alles Futsch,- wer meldet das schon. Hehe....
.... wenn ich mir so Vorstelle, wieviel Illegale Wertsachen in den Schließfächern war. Schwarzgelder, Hehlerwaren...usw. Alles Futsch,- wer meldet das schon. Hehe....
An-On 28.01.2013
Pro Schliessfach oder insgesamt? Bei einer millionenschweren Beute ist dieser Betrag ja wohl ein Witz...
Pro Schliessfach oder insgesamt? Bei einer millionenschweren Beute ist dieser Betrag ja wohl ein Witz...
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  • Montag, 28.01.2013 – 13:18 Uhr
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