Berlin - Nach dem spektakulären Bankeinbruch in Berlin-Steglitz am Montag sucht die Polizei mit einem Phantombild nach einem der Täter. Zeugen hätten den abgebildeten Mann in der Nähe der Garage beobachtet, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann soll Arbeitskleidung und Stiefel getragen haben. Er soll etwa 30 bis 40 Jahre alt, stämmig und rund 1,90 Meter groß sein. Auf einer Wange hat er ein auffälliges Muttermal.
Bislang sind den Angaben zufolge etwa 60 Hinweise zu dem Coup im unterirdischen Tresorraum einer Volksbank-Filiale eingegangen.
Unbekannte waren über einen 45 Meter langen Tunnel in den Tresorraum eingedrungen und hatten Wertsachen aus Schließfächern gestohlen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter sehr lange daran gearbeitet haben. "Sie waren über Wochen oder gar Monate tätig", sagte der Polizeisprecher.
Vier Lkw-Ladungen Sand abtransportiert
Die Einbrecher hatten sich aus einer benachbarten Tiefgarage unter die Bank gegraben. Dafür mieteten sie ein verschließbares Abteil der Garage an. Die Bohrungen selbst sollen als Bauarbeiten getarnt worden sein, unter anderem, um die Erdmassen fortzuschaffen. Bei der Grabung des Tunnels seien die Täter "sehr professionell" vorgegangen, sagte der Sprecher. So hätten sie den Gang mit Holzbalken abgestützt. Die Polizei schätzt, dass sie dazu vier Lkw-Ladungen mit Sand abtransportieren mussten.
Zeugen hätten in der Nähe des Tatorts zwei Autos gesehen: einen hellen Transporter mit einer abgeklebten Fläche an der Seite und einen dunklen Kombiwagen, berichtete der Sprecher weiter.
bim/dpa/dapd
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