Revolver im Handgepäck Anklage gegen Udo Lindenberg wegen Waffenbesitzes

Keine Panik, aber einen Revolver in der Tasche: Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Altrocker Udo Lindenberg wegen Waffenbesitzes angeklagt. Bei einer Kontrolle am Flughafen war er aufgefallen.

Rocker Udo Lindenberg: an der Sicherheitskontrolle gestoppt
DPA

Rocker Udo Lindenberg: an der Sicherheitskontrolle gestoppt


Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Anklage gegen Rockmusiker Udo Lindenberg wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erhoben. Bei dem 69-Jährigen war vor einem Jahr beim Durchleuchten des Handgepäcks auf dem Flughafen der Hansestadt ein Kleinkaliberrevolver entdeckt worden.

Gehört nicht mir, sondern meinem Bodyguard, nuschelte Lindenberg damals. Doch die Staatsanwaltschaft glaubt ihm nicht. Ihm wird unerlaubter Besitz einer Schusswaffe und Munition vorgeworfen, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, sagte. Laut "Bild"-Zeitung, die zuvor über die Anklage berichtete, handelte es sich um einen Revolver vom Typ North American Arms Long Rifle, Kaliber .22.

Lindenberg beteuerte damals, die Tasche für den Flug nach Paris nicht selbst gepackt zu haben. "Alles cool, keine Panik, war 'ne Waffe meines Bodyguard-Teams, die beim Security 'ne Peepshow gemacht hat", sagte er. Auch ein Leibwächter des Sängers, bei dem ein Päckchen Munition entdeckt worden war, wurde laut Staatsanwaltschaft nun angeklagt.

Beamte hatten nach dem Fund Lindenbergs Suite im Hamburger Hotel "Atlantic" durchsucht, er selbst konnte trotzdem am selben Tag nach Frankreich reisen.

apr/dpa



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