Nach sieben Monaten Haft Uli Hoeneß ist jetzt Freigänger

Weihnachten und Silvester durfte Uli Hoeneß schon bei seiner Familie verbringen. Jetzt hat das bayerische Justizministerium offiziell mitgeteilt: Der frühere Präsident des FC Bayern ist Freigänger.


München - Sieben Monate nach Haftantritt ist Uli Hoeneß Freigänger geworden. Dies sagte ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums. Weitere Angaben wollte er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht machen. Als Freigänger kann Hoeneß tagsüber außerhalb des Gefängnisses einer geregelten Arbeit nachgehen. Ab 18 Uhr muss er wieder zurückkehren.

Der 62-jährige Hoeneß hatte bereits Weihnachten und Silvester bei seiner Familie verbracht. Der frühere Präsident des FC Bayern München sitzt seine Freiheitsstrafe seit dem 2. Juni ab. Das Münchner Landgericht hatte ihn wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Schon vor der Mitteilung des Justizministeriums stand fest: Sollte Hoeneß Freigänger werden, werde er vermutlich wieder beim FC Bayern arbeiten. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte kürzlich: "Ab Anfang Januar kommt er zum ersten Mal her, wird dann im Nachwuchs tätig sein."

Dem aktuellen Bayern-Präsidenten Karl Hopfer zufolge wird Hoeneß einen Anstellungsvertrag mit der FC Bayern AG erhalten. Offiziell wird er demnach als "Assistent der Abteilungsleitung Junior Team" geführt. Seinen Arbeitsablauf wird die Justiz regelmäßig überprüfen.

aar/dpa/AFP



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 377 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Susi Sorglos 02.01.2015
1. Und was machen die anderen Steuerstraftäter ?
Ich denke da an Zumwinkel, Becker, Schuhmacher und Konsorten. Wieso wird über die nicht derlei berichtet ?
Kritik 02.01.2015
2.
Alle Inhaftierten sind gleich, aber einige sind gleicher als andere
derwahredemokrat 02.01.2015
3. Seltsamer Rechtsstaat
Gewaltätige und mehrfach vorbestrafte Menschen, die eine Gefahr für die Allgemeinheit sind, dürfe frei rumlaufen und Leute, bei denen der Staat nicht genug abgezockt hat, müssen in den Knast. Und da wundert sich die oberste Heeresleitung in Berlin über AfD und Pegida.
thousandguitars 02.01.2015
4. Hurra!
Ein hervorragendes Beispiel für Justitias angebliche Blindheit. Manche sind eben gleicher als andere. Hat eigentlich jemals zuvor ein Häftling so viel Zucker in den Hintern geblasen bekommen?
lindenblüte 02.01.2015
5. das ist doch ein witz...
wenn es nicht so sehr nach "deal" aussähe, möchte man fast lachen! allein - es bleibt mir bereits in der vorstellung im halse stecken!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.