Harte Strafe: Kalifornisches Gericht verurteilt Brandstifter zum Tode

Er hatte in Südkalifornien einen schweren Waldbrand verursacht, bei dem fünf Menschen starben. Nun hat ein Gericht den 31-Jährigen wegen Brandstiftung und Mordes zum Tode verurteilt. Die Entscheidung ist umstritten.

Los Angeles - Der heute 31-Jährige hatte im Jahr 2003 in Südkalifornien einen schweren Waldbrand verursacht. Das verheerende Feuer, das erst nach neun Tagen gelöscht werden konnte, trieb Zehntausende Menschen in die Flucht, fast tausend Häuser brannten ab. Fünf Menschen starben.

Wegen Brandstiftung und Mordes in fünf Fällen ist der Mann nun zum Tode verurteilt worden. Das verkündete am Montag ein Richter im Bezirk San Bernardino, berichtete die "Los Angeles Times". Das Gericht folgte damit der Entscheidung einer Jury, die sich im vergangenen September für die Höchststrafe ausgesprochen hatte.

Bei dem Prozess waren die Geschworenen zu dem Schluss gekommen, dass der Mann die Flammen absichtlich legte, als er an einem windigen und heißen Tag eine brennende Fackel ins trockene Gebüsch warf.

Das Urteil ist jedoch umstritten. Rechtsexperten hatten bereits nach der Empfehlung der Geschworenen darauf hingewiesen, dass die Todesstrafe womöglich nicht angemessen sei. Es sei die Frage, ob der Mann habe voraussehen können, dass fünf Personen sterben würden. Die Anwohner im Alter von 54 bis 93 Jahren waren an Herzversagen gestorben, was direkt mit den Bränden in Verbindung gebracht wurde.

siu/dpa/AP

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insgesamt 143 Beiträge
westerwäller 29.01.2013
Man kann einen Waldbrand auch "verursachen", wenn ein Lagerfeuer außer Kontrolle gerät, man mit einer Kippe in der Hand einschläft usw. ... Dieser Mann hat einen Waldbrand "gelegt", also absichtlich [...]
Zitat von sysopEr hatte in Südkalifornien einen schweren Waldbrand verursacht, bei dem fünf Menschen starben. Nun hat ein Gericht den 31-Jährigen wegen Brandstiftung und Mordes zum Tode verurteilt...
Man kann einen Waldbrand auch "verursachen", wenn ein Lagerfeuer außer Kontrolle gerät, man mit einer Kippe in der Hand einschläft usw. ... Dieser Mann hat einen Waldbrand "gelegt", also absichtlich herbeigeführt. Dabei hat er billigend in Kauf genommen, dass Menschen dabei sterben könnten. Die Beschreibung als "verursacher" verniedlicht also die Tat. Entweder ist es eine Sprachschluderei des Redakteurs oder es ist beabsichtigt, um in unterschwelliger aber gewohnter Manier die Todesstrafe in den USA anzugreifen... In beiden Fällen schlechter Journalismus...
Strafe ja, aber Todestrafe nein! Absolut übertrieben. Naja, zum Glück ist sowas nur in islamischen Terrorstaaten möglich. Ach, moment mal, hier gehts ja um die USA...
Strafe ja, aber Todestrafe nein! Absolut übertrieben. Naja, zum Glück ist sowas nur in islamischen Terrorstaaten möglich. Ach, moment mal, hier gehts ja um die USA...
bieberh 29.01.2013
Es ist bestimmt schlimm für die Hinterbliebenen die Hab und gut verloren haben. Und das Leid der Menschen, dernen Angehörige sterben mussten mag niemand zu lindern. Aber das Urteil nicht trotzdem nicht rechtens. Hätte der Mann das [...]
Es ist bestimmt schlimm für die Hinterbliebenen die Hab und gut verloren haben. Und das Leid der Menschen, dernen Angehörige sterben mussten mag niemand zu lindern. Aber das Urteil nicht trotzdem nicht rechtens. Hätte der Mann das fatale Ausmaß seiner Tat absehen können, hätte er keine Feuer gelegt.
wastun 29.01.2013
"Es sei die Frage, ob der Mann habe voraussehen können, dass fünf Personen sterben würden." Hilfe -- was ist das für eine Syntax? Liebe SPON-Redaktion: Professionalität im Journalismus hat auch was mit der Beherrschung [...]
"Es sei die Frage, ob der Mann habe voraussehen können, dass fünf Personen sterben würden." Hilfe -- was ist das für eine Syntax? Liebe SPON-Redaktion: Professionalität im Journalismus hat auch was mit der Beherrschung der deutschen Sprache zu tun. Vielleicht sollte man die Volontäre doch etwas besser kontrollieren?
voelligharmlos 29.01.2013
"Rechtsexperten!" Was das wohl ist? Kann ja jeder kommen. Auf jeden Fall eine nicht näher beschriebene Aussage. Ich denke, der Mann muss die Folgen seiner Tat tragen und wenn durch seine Tat Menschen sterben, dann soll [...]
"Rechtsexperten!" Was das wohl ist? Kann ja jeder kommen. Auf jeden Fall eine nicht näher beschriebene Aussage. Ich denke, der Mann muss die Folgen seiner Tat tragen und wenn durch seine Tat Menschen sterben, dann soll auch er sterben. Das halte ich für gerecht. Warum soll das ungerecht sein?
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  • Dienstag, 29.01.2013 – 08:16 Uhr
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