Unfallserie Niebel und Bartsch schwer verletzt

Opposition im Pech: Bei einem Fallschirmsprung hat sich FDP-Geschäftsführer Dirk Niebel einen Lendenwirbel gebrochen. Auch der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei.PDS, Dietmar Bartsch, liegt im Krankenhaus - wegen eines Schlüsselbeinbruchs.


Hamburg - Der Fahrradunfall ereignete sich bereits vor anderthalb Wochen im Heimatwahlkreis des Linkspartei-Politikers auf der Ostseehalbinsel Darß. Der Bruch sei kompliziert, so eine Parteisprecherin.

Bartsch sei deshalb bereits zwei Mal operiert worden und habe seitdem keine Termine wahrnehmen können. Auch in der kommenden Woche werde der Bundesgeschäftsführer lediglich an der Bundesvorstandssitzung teilnehmen.

Niebels Unfall ereignete sich gestern Abend während eines Lehrgangs der Bundeswehr bei der Luftlande- und Lufttransportschule Altenstadt in Bayern. Dort wollte der FDP-Geschäftsführer seine Erlaubnis zum Fallschirmspringen verlängern lassen. Bei dem Sprung brach er sich jedoch einen Lendenwirbel und muss jetzt mehrere Wochen pausieren.

Die Erstdiagnostik habe keine Anhaltspunkte für weitere Schädigungen neben dem Bruch ergeben, sagte ein FDP-Sprecher heute. Niebel werde stationär behandelt. "Es geht mir den Umständen entsprechend gut", wird der Politiker zitiert. Er wird voraussichtlich mehrere Wochen nicht voll einsatzfähig sein, aber wieder völlig gesund werden.

Niebel hat acht Jahre lang als Fallschirmjäger bei der Bundeswehr gedient. Er ist Hauptmann der Reserve bei der Division Spezielle Operationen (DSO). Eigentlich wollte der FDP-General schon im vergangenen Jahr die Prüfung erneuern, musste sie aber wegen der vorgezogenen Bundestagswahl im vergangenen September verschieben.

aki/ffr/AFP/ddp/dpa



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