Schwerverletztes Mädchen in Upgant-Schott Festgenommener gesteht Gewalttat

Fünf Tage lang fahndete die Polizei nach dem Unbekannten, der ein Mädchen aus Ostfriesland schwer verletzte. Jetzt hat ein 18-Jähriger die Tat gestanden: Er soll das Mädchen sexuell missbraucht haben.

DPA

Aurich - Nach der Gewalttat an einem sechs Jahre alten Mädchen im ostfriesischen Upgant-Schott hat die Polizei einen 18-Jährigen festgenommen. Er habe die Tat gestanden, sagten die Ermittler bei einer Pressekonferenz in Aurich. Der Mann kommt demnach aus der näheren Umgebung.

Einen früheren Kontakt zwischen Opfer und mutmaßlichem Täter konnte die Polizei nach eigenen Angaben bisher nicht erkennen; es handelte sich offensichtlich um eine Zufallsbegegnung. Die Auricher Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und des sexuellen Missbrauchs eines Kindes.

Spielende Kinder hatten das Opfer am vergangenen Donnerstag in den Mittagsstunden auf einem Spielplatz an der Schule in Upgant-Schott gefunden. Das Mädchen befand sich anfangs in kritischem Zustand und wurde im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt. Es ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Die Polizei veröffentlichte Videobilder von Überwachungskameras und fahndete mit einem Phantombild nach einem Unbekannten auf dem Schulhof. Die Zeichnung habe eine starke Ähnlichkeit mit dem Verdächtigen, sagte Gerhard de Boer, der Leiter der 20-köpfigen Sonderkommission. Eine aufmerksame Zeugin habe den Mann erkannt. Bei seiner ersten Befragung hätten die Beamten Verdacht geschöpft. Der Verdächtige habe dann bei einer weiteren Vernehmung die Tat gestanden.

Bei einem Prozess fiele der Festgenommene unter das Jugendstrafrecht und müsste mit einer Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren Haft rechnen.

rls/dpa

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