Kokain im Spind Drogenfahnder aus Kempten muss sechseinhalb Jahre in Haft

Ein ehemaliger Chef-Drogenfahnder aus Kempten ist zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. In seinem Dienstschrank waren 1,8 Kilogramm Kokain gefunden worden. Außerdem soll er seine Frau vergewaltigt und schwer verletzt haben.

Der Angeklagte Armin N. mit seinen Anwälten vor Gericht
DPA

Der Angeklagte Armin N. mit seinen Anwälten vor Gericht


Kempten - Das Landgericht Kempten hat einen hochrangigen Kriminalbeamten aus Kempten im Allgäu zu sechseinhalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt - unter anderem wegen Drogenbesitzes, gefährlicher Körperverletzung und Vergewaltigung seiner Ehefrau. Nach einem Jahr und drei Monaten in Haft soll der Verurteilte wegen seiner Drogensucht in eine Entziehungsanstalt verlegt werden.

Mit dem Urteil hielt sich das Gericht an eine zwischen den Verfahrensbeteiligten ausgehandelte Vereinbarung. Für den Fall eines Geständnisses war ein Strafrahmen von sechseinhalb bis sieben Jahren festgelegt worden.

1,8 Kilo Kokain waren vor einem Jahr im Dienstschrank des hochrangigen Kriminalbeamten gefunden worden. Zum Prozessauftakt hatte der 53-Jährige ein Geständnis abgelegt. Er habe das Kokain, das ihm zu dienstlichen Zwecken überlassen worden sei, für sich verwenden wollen, gab Armin N. zu Protokoll. Die Herkunft der Drogen ist weiter ungeklärt. Die Verfahrensbeteiligten hatten sich für den Fall eines Geständnisses auf einen Strafkorridor von sechseinhalb bis sieben Jahren verständigt.

ala/wit/dpa

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
emeticart 09.02.2015
1. Woher ...
... kam das Koks, gab es Mitwisser/-täter? Alleine für die gKv und die Vergewaltigung, sollten 6 1/2 Jahre drin sein- dafür, dass der Täter auch noch Polizeibeamter ist, sollten noch ein paar Jährchen obendrauf kommen. Mir unverständlich, das Urteil (aber das ist man ja mittlerweile von der deutschen Justiz gewohnt). MfG
sober 09.02.2015
2. Gemischte Gefühle
Bei der doch recht hohen Strafe möchte man ungern von übermäßiger Milde sprechen. Trotzdem bleibt bei mir ein etwas schaler Beigeschmack, denn der gefundene Deal will ja das Geständnis und die Reue des Angeklagten honorieren. Aber wirklich reinen Tisch hat dieser gerade nicht gemacht, sonst wäre nicht ungeklärt geblieben, woher die Drogen kamen.
alexxa2 09.02.2015
3. Bei gute Führung ist
Er nach 4 J. draussen. Und voher d. Kokain stammt, ist bis heute nicht klar...
aufderalm 09.02.2015
4. Bad Lieutenant
Fakt ist, wie im Spiegel vor Jahren schon berichtet, dass Kempten ein Dreh- und Angelpunkt der ital. Mafia ist. Durch die zentrale europ. Lage, sowie der Nähe des Kleinwalsertal mit seinen Banken. Fakt ist auch, dass am Anfang dieses Skandals berichtet wurde, dass zuvor einige geplante Razzien auf misteriöse Weise geplatzt sind und dies von den ehemaligen Kollegen des Angeklagten zur Sprache gebracht wurden. Davon spricht man aber nicht gerne im Amigostaat.
flyhi152 09.02.2015
5. 1.8 kilos
fuer "Eigenbedarf" ??? das sich da das Gericht nicht auf den Arm genommen gefuehlt hat, wundert mich.... die toedliche Dosis liegt so um ein Gramm herum.
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