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Schuldspruch in Mordprozess: Ex-Bürgermeister beantragt Revision

Der wegen Mordes an seiner Frau zu lebenslanger Haft verurteilte Heinrich Scholl geht gegen den Schuldspruch des Potsdamer Landgerichts vor. Der ehemalige Bürgermeister von Ludwigsfelde hat Revision eingelegt.

Potsdam - Der Fall des zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilten Ex-Bürgermeisters von Ludwigsfelde wird die Justiz weiter beschäftigen. Heinrich Scholls Anwalt Stefan König habe Revision beantragt, teilte dessen Kanzlei mit. Zu den Gründen äußerten sich die Anwälte nicht. Damit kommt der Fall vor den Bundesgerichtshof.

Das Landgericht Potsdam hatte Scholl schuldig gesprochen, seine Frau im Dezember 2011 bei einem Waldspaziergang heimtückisch erdrosselt zu haben. Dem Urteil war ein gut sechsmonatiger Indizienprozess vorausgegangen. Der 70-jährige Scholl hatte für die Tatzeit kein Alibi, beteuerte aber bis zuletzt seine Unschuld. Seine Anwälte hatten auf Freispruch plädiert, das Gericht folgte aber der Staatsanwaltschaft.

Auslöser für das Verbrechen seien Eheprobleme gewesen, hieß es in der Urteilsbegründung. Der Vorsitzende Richter beschrieb darin das Bild eines Mannes, der sich von seiner dominanten Frau seit langem gedemütigt fühlte und sie deshalb loswerden wollte.

Scholl war von 1990 bis 2008 Bürgermeister der rund 24.000 Einwohner zählenden Stadt Ludwigsfelde.

wit/dpa

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