Würzburg - Der Geistliche hatte zunächst gegen seine Verurteilung per Strafbefehl Einspruch eingelegt. Wie das Amtsgericht Würzburg mitteilte, nahm der Verteidiger des 51-Jährigen am Donnerstag den Einspruch zurück. Die Verurteilung ist damit rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft hatte den Strafbefehl beantragt, nachdem der Benediktiner-Pater aus dem Kloster Maria Laach gestanden hatte, in einem Würzburger Sexshop in drei Fällen Schwulen-Sexfilme auf DVD geklaut zu haben. Erwischt wurde er im Dezember 2007. Dabei hatte er ein Taschenmesser in der Hosentasche, das er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft dazu verwendete, um an die eingeschweißten DVDs zu kommen. Die leeren Hüllen stellte er dann zurück ins Regal.
Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der 51-Jährige bei drei Gelegenheiten zwischen Januar 2004 und Dezember 2007 insgesamt 42 Porno-Filme mit einem Wert von rund 1900 Euro in dem Würzburger Laden mitgehen ließ. Bei einer Durchsuchung seines Zimmers im Kloster fanden die Ermittler eine aus 230 Filmen bestehende Pornosammlung.
Als Straftaten zugeordnet werden konnten aber nur die DVDs, die aus dem Würzburger Sexshop stammten.
jdl/ddp
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