Transport aus Polen Polizei in Sachsen stoppt Konvoi mit US-Panzern

Eine Spedition wollte sechs Panzerhaubitzen von Polen nach Deutschland befördern. Doch die sächsische Polizei stoppte den Transport - aus gutem Grund.

Gestoppter Panzerkonvoi
Polizei Sachsen

Gestoppter Panzerkonvoi


Eine Streife der Verkehrspolizei hat auf der A4 bei Bautzen einem Transportkonvoi mit US-Panzern die Weiterfahrt untersagt. Das teilte die Polizei Sachsen auf ihrer Facebook-Seite mit.

Demnach sollte eine Spedition im Auftrag der US-Armee sechs Panzerhaubitzen vom Typ M109 - selbstfahrende gepanzerte Artilleriegeschütze - von Polen nach Deutschland transportieren. Doch die von der Firma genutzten Auflieger seien dafür ungeeignet gewesen, wie sich bei einer genauen Kontrolle herausgestellt habe.

So hätten die erforderlichen Transportdokumente und Ausnahmegenehmigungen gefehlt, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Ladung sei ferner zu breit und vor allem viel zu schwer gewesen.

Beim Wiegen stellte sich laut Polizei heraus, dass jedes der sechs Gespanne überladen war, teils um bis zu 16 Tonnen. Doch das war nicht alles: Dem Konvoi hätten auch die erforderlichen Begleitfahrzeuge gefehlt. Einige der Fernfahrer hätten zudem ihre Lenk- und Ruhezeiten überschritten.

Die Polizisten untersagten den Fernfahrern die Weiterreise, bis geeignete Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die erforderlichen Transportgenehmigungen vorliegen und alle Auflagen erfüllt werden. Die Transportfirma und die betroffenen Fernfahrer müssen laut Polizei mit Bußgeldern rechnen.

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eronx 11.01.2018
1. Gute Nachricht: gleiches Recht für alle
Ich frage mich nur, wie die Beamten auf die Idee kamen so einen Transport überhaupt zu überprüfen. Dennoch zeigt es das wir in einem Rechtsstaat Leben, wo im Zweifelsfall ein einfacher Polizist einen Militärtransport aufhalten kann.
wolfi55 11.01.2018
2. Dumm dass es ein ziviler Transport war
Wenn die US-Army selber gefahren wäre, hätte die Polizei nichts gemacht. Da hätte das Begleitkommando denen die Waffen hingehalten und die wären abgezogen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob hier nicht auch das Nato-Truppenstatut gilt. Und dann ist die sächsische Polizei nicht zuständig. bestenfalls Feldjäger bzw. MP.
compiler 11.01.2018
3.
Streng genommen war es kein Militärtransport, sonderin ein ziviler mit militärischer Ladung.Wäre der Transport von der US-Armee selber durchgeführt worden, hätte auch der "einfache" Polizist da nichts unternehmen können/dürfen.
chiemseecorsar 11.01.2018
4. Na nun ...
... mit Panzerfahrzeugen hat Sachsen ja genug Erfahrung in letzter Zeit. (hahaha....) Scherz beiseite, die Nummer ist kein Spaß, 16t Überladen, de wird der Fahrer eine Zeitlang zu Fuß gehen. Interessant wäre es wer den Krempel verladen hat, weil DER ist auch dran! Weitermachen in Sachsen. Und den eigenen Panzer im Depot lassen! OneWorld.NoBorder.
torsten_raab 11.01.2018
5.
Zitat von eronxIch frage mich nur, wie die Beamten auf die Idee kamen so einen Transport überhaupt zu überprüfen. Dennoch zeigt es das wir in einem Rechtsstaat Leben, wo im Zweifelsfall ein einfacher Polizist einen Militärtransport aufhalten kann.
War vermutlich ganz simpel - es handelt sich nicht um einen Militärtransport, schließlich wurde eine zivile Spedition genutzt. Wären es "echte" Militärlaster gewesen, wäre interessant gewesen, ob die überhaupt gestoppt werden dürften - auch nach Aufhebung der Besetzung der BRD ;-) Somit gingen bei den Polizisten vermutlich diverse Alarmglocken an: - zivile (polnische?) LKW mit offensichtlich militärischer Fracht - überbreite Schwerlasttransporte ohne Sicherungsfahrzeuge Den Rest (Überladung, fehlende Papiere und Genehmigungen) hat man eben noch im Nachgang rausgetüftelt. Die Haubitzen sind laut Wikipedia 3,15 - 3,18m breit, ab 3 Meter Breite ist es ein Schwertransport. Dazu sind die Eimer ca. 26-28 Tonnen schwer. https://lkw.bussgeldkatalog.org/schwertransport/
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