Spitzname "La Barbie" US-mexikanischer Drogenboss zu fast 50 Jahren Haft verurteilt

Blonde Haare, blaue Augen, Spitzname "La Barbie": Édgar Valdez Villareal war eine der Schlüsselfiguren im mexikanischen Drogenhandel. Nun muss er wohl für den Rest seines Lebens ins Gefängnis.

"La Barbie"
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"La Barbie"


Ein ehemaliger US-mexikanischer Drogenboss ist in den USA zu mehreren Jahrzehnten Gefängnis verurteilt worden. Édgar Valdez Villareal, der unter dem Namen "La Barbie" bekannt ist, muss wegen Kokainhandels und Geldwäsche für 49 Jahre und einen Monat in Haft, wie ein Gericht in Atlanta im US-Staat Georgia entschied.

Der 44-Jährige wurde zudem zur Zahlung einer Geldstrafe von 192 Millionen Dollar (etwa 162,8 Millionen Euro) verurteilt.

"La Barbie" werde den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen, sagte Staatsanwalt Byung J. Pak. Andere führende Mitglieder der Kartelle sollten wissen, dass sie für ihre Straftaten verantwortlich gemacht würden.

Édgar Valdez Villareal
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Édgar Valdez Villareal

Valdez Villareal wurde in den USA geboren. Er arbeitete mit verschiedenen Verbrechersyndikaten in Mexiko zusammen, war jedoch eine führende Figur des Beltrán-Leyva-Kartells. "La Barbie", der seinen Spitznamen wegen seiner blonden Haare und blauen Augen erhielt, war 2010 in Mexiko festgenommen und 2015 an die USA ausgeliefert worden.

Das Beltrán-Leyva-Kartell unterhielt auch Verbindungen zum Sinaloa-Kartell unter Joaquín "El Chapo" Guzmán, der derzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis in New York sitzt. "El Barbie" gilt als ein möglicher Zeuge für den Prozess gegen Guzmán, der im September beginnen soll. "El Chapo" war 2017 in die USA ausgeliefert worden.

Video: "Amerika Extrem" - Drogen, Macht und Geld in Killadelphia

kry/dpa



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