Gewaltverbrechen Angestellter von US-Firma enthauptet nach Entlassung seine Kollegin

Im US-Bundesstaat Oklahoma hat ein 30-Jähriger offenbar zwei Ex-Kolleginnen mit einem Messer attackiert. Einer Frau soll er den Kopf abgetrennt haben, die andere wurde schwer verletzt. Das FBI geht nun Hinweisen nach, dass hinter der Tat ein islamistisches Motiv stecken könnte.

Alton Alexander Nolen, 30, (bei einer früheren Festnahme aus dem Jahr 2011): Versuchte, Kollegen zum Islam zu bekehren
REUTERS

Alton Alexander Nolen, 30, (bei einer früheren Festnahme aus dem Jahr 2011): Versuchte, Kollegen zum Islam zu bekehren


Oklahoma/Moore - Ein 30-jähriger Mann soll im US-Bundesstaat Oklahoma nach seiner Entlassung eine ehemalige Kollegin mit einem Messer angegriffen und sie anschließend enthauptet haben. Der Angestellte der Lebensmittelfirma Vaughan Foods, Alton Alexander Nolen, stürmte nach Polizeiangaben den Unternehmenssitz in der Ortschaft Moore und attackierte zwei Frauen mit der Stichwaffe.

Offenbar aus Frust über seine Entlassung griff er demnach zunächst die 54-jährige Ex-Kollegin an und trennte ihr mit dem Messer den Kopf ab, teilte ein Polizeisprecher mit. Anschließend stach er mehrmals auf eine 43 Jahre alte Frau ein. Gestoppt wurde die Bluttat erst durch das Eingreifen des Betriebsleiters - einem Polizisten außer Dienst. Er setzte den Angreifer mit einer Schusswaffe außer Gefecht. Der mutmaßliche Täter und die schwer verletzte 43-jährige Frau kamen in ein Krankenhaus.

Nach Angaben der Polizei, die sich auf Gespräche mit Kollegen aus der Firma beruft, soll der Angreifer zuletzt versucht haben, mehrere Mitarbeiter zum Islam zu bekehren. Die Bundespolizei FBI wurde eingeschaltet, um ein mögliches radikalislamisches Motiv hinter der Tat zu überprüfen. Die Islamistengruppe "Islamischer Staat" (IS) hatte nach mehreren in Videobotschaften dokumentierten Enthauptungen zu weltweiten Gewaltakten in jenen Staaten aufgefordert, die sich dem Kampf gegen die IS-Milizen angeschlossen hatten.

daf/AFP/AP/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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mosquitojg 26.09.2014
1. Vorteil USA
Zum einen dank der Schusswaffe konnte der Täter gestoppt werden, bevor er seinen Amoklauf weiter fortsetzte. Zum anderen wird er für die Tat in den USA die Todesstrafe bekommen. Das sind immense Vorteile der USA, die Europa nicht hat, um im Kampf mit dem Islamismus bestehen zu können. Als Weiteres könnte ich mir vorstellen, dass man ein Hilfetelefon einrichtet, wo Leute im Vorfeld solcher Taten anrufen können, um z.B. auf Kollegen aufmerksam zu machen, die wie hier versuchen, andere zum Islam zu konvertieren. Früher oder später wird man Repressionen wie in der McCarthy-Ära brauchen und wie ich die USA kenne auch durchziehen.
egyptwoman 27.09.2014
2.
Na klar, und man wird solange rumbasteln bis ein islamistisches Motiv steht. Man diese Paranoia der Amis ist langsam nicht mehr auszuhalten. Der Mann war wütend über seine Entlassung, was das jetzt mit islamistisch zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel, aber stopp: der Frau wurde der Kopf abgetrennt, ist bestimmt ein verkappter IS-ler gewesen *Ironie off*
Websingularität 27.09.2014
3. einfach Krass
Ich denke, der Artikel zeitgt, warum die westliche Welt Anschläge nicht verhindern kann. Wir können mit Technologie die Islamisten und Rückkehrer überwachen und festnehmen. Aber wir kennen nicht die Nachahmer und frustrierte Trittbrettfahrer. Hier steht nach der Entlassung. Es wäre interessant zu wissen was dieser Mann gearbeitet hat. War er in einer leitenden Position, oder einer dieser "Wegwerf"-Arbeitskräfte. Heute wird ja die Arbeit an eine existenziell sehr hohe Glock gehängt, und nach der Entlassung vom Arbeitgeber oft kein Alternativangebot gemacht bzw. fehlende Verantwortung des Arbeitgebers. Ich möchte nichts rechtfertigen. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass wenn man auf "labile" Arbeiter keine Rücksicht nimmt, nehmen die auf andere Menschen auch keine Rücksicht. Aus dem Artikel geht nicht hervor, Ob sie diese Tat irgendwie provoziert hat. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser ganze Terrorismus heutzutage überwiegend sozioökonomische Ursachen hat.
wintergreen 27.09.2014
4. Verrohung
Falls die von der pseudoreligiösen Terrorgruppe initiierten, öffentlich zur Schau gestellten Morde weitergehen, müssen wir damit rechnen, dass noch mehr frustrierte Menschen die Gelegenheit ergreifen werden, unter dem Deckmantel der Religion andere Menschen auf grausamste Weise abschlachten.
liverbird 27.09.2014
5.
Mit einem Messer eine Enthauptung? Was für ein Messer soll das denn gewesen sein. Was ich jedoch sehr interessant finde. Der Werksleiter, ein Ex-Cop, hat den Attentäter mit einer Pistole außer Gefecht gesetzt und nicht getötet. Wieso bekommen in den USA aktive Cops sowas nicht hin?
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