Justizirrtum US-Amerikaner saß 26 Jahre unschuldig im Gefängnis

Vor einem Vierteljahrhundert wurde Johnny Tallbear dafür verurteilt, einen Obdachlosen getötet zu haben. Nun wurde der Fall erneut geprüft - ein DNA-Test bewies seine Unschuld.

Johnny Tallbear
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Johnny Tallbear


In 26 Jahren kann man allerhand erleben: Einen Schulabschluss oder Karriere machen, eine Familie gründen, Kinder großziehen. Manche kündigen ihren Job, machen eine Weltreise, bauen ein Haus. Johnny Tallbear blieb all das 26 Jahre lang verwehrt. So lange saß der Mann in Oklahoma im Gefängnis - zu Unrecht. Am Montag wurde Tallbear, inzwischen 61 Jahre alt, entlassen.

Der US-Amerikaner wurde 1992 wegen Mordes verurteilt. Als entscheidend war damals die Aussage eines Augenzeugen gewertet worden, der Tallbear und einen anderen Mann im Oktober 1991 in einen tödlichen Kampf mit einem Obdachlosen verwickelt gesehen haben wollte. Später bekam er Zweifel, ob es sich bei dem Mann wirklich um Tallbear handelte.

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Die Wende brachten neue DNA-Beweise. Ein Gericht entschied am Montag nach Angaben des Bezirksstaatsanwalts, dass das Blut Tallbears nicht mit den Spuren an der Kleidung des damaligen Opfers übereinstimmte.

Tallbear zeigte sich beim Verlassen des Gerichtssaales in TV-Aufnahmen überglücklich: "Ich sage seit mehr als zwei Jahrzehnten, dass ich nichts mit diesem schrecklichen Verbrechen zu tun habe. Ich wusste immer, dass ich unschuldig bin, und nun hat es die DNA bewiesen."

Auf die Frage, was er als Erstes machen wolle, wenn er heimkomme, sagte Tallbear: "Ich denke, erst mal eine wirklich große Mahlzeit verspeisen."

kry/dpa



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