USA Missouri richtet Todeskandidaten hin

Weil er eine Frau und ihre zwei Kinder tötete, war Mark Christeson zum Tode verurteilt worden. Jetzt wurde er im US-Bundesstaat Missouri hingerichtet.

Mark Christeson auf einem Bild aus dem Jahr 2014
REUTERS/ Missouri Department of Corrections

Mark Christeson auf einem Bild aus dem Jahr 2014


Im US-Bundesstaat Missouri ist ein 37-Jähriger mit einer Giftinjektion hingerichtet worden. Mark Christeson war des Mordes an einer Frau und ihren beiden Kindern schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden. Um 19.05 Uhr Ortszeit am Dienstagabend wurde er den Behörden zufolge für tot erklärt.

Laut Gerichtsdokumenten war Christeson im Jahr 1998 in Begleitung eines Cousins in das Haus der 36-jährigen Susan Brouk eingedrungen. Er vergewaltigte und tötete sie. Auch Brouks zwölfjährige Tochter Adrian sowie den neunjährigen Sohn Kyle brachte er um. Der Anklage zufolge schnitt Christeson Mutter und Sohn die Kehlen durch und versenkte sie in einem nahe gelegenen Teich. Die Tochter erwürgte er und warf sie ebenfalls ins Wasser.

Christesons Cousin Jesse Carter, zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt, hatte gegen den Angeklagten ausgesagt. Er wurde zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

Im Jahr 2014 hatte der Oberste Gerichtshof die anstehende Exekution von Christeson ausgesetzt, nachdem seine Anwälte bemängelt hatten, dass wichtige Dokumente ihrer Vorgänger im Jahr 2005 nicht fristgerecht eingereicht worden waren. Der ehemalige Rechtsbeistand von Christeson hätte zudem die Zusammenarbeit verweigert, als der Fehler ans Licht kam.

Der aktuelle Anwalt von Christeson hatte noch am Montag eine Aussetzung der Vollstreckung beim Obersten Gerichtshof beantragt. Sie wurde am Dienstag abgelehnt. Auch ein Gnadengesuch beim Gouverneur von Missouri, Eric Greitens, hatte keinen Erfolg.

Christeson war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt und hatte seinem Anwalt zufolge einen Intelligenzquotienten von 74. In einer schriftlichen Erklärung bedankte sich der Todeskandidat bei seiner Familie, er sei "mehr als gesegnet, sie zu haben". Sein Bruder und die Schwägerin waren bei der Hinrichtung anwesend.

Die Halbschwester der getöteten Kinder, Harley Brouk, sagte: "Es vergeht kein Tag, an dem ich sie nicht vermisse, und ich wünschte sie wären hier."

Die Todesstrafe in den USA heute

ala/AFP/Reuters



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