USA Mutter verbrannte Baby in Mikrowelle - keine Todesstrafe

Sie quetschte ihr Kind in eine Mikrowelle, schaltete das Gerät an und verließ das Haus. Ein Gericht im US-Bundesstaat Ohio sprach die 28-jährige Mutter schuldig - ersparte ihr aber die Todesstrafe.


Dayton - Die angeklagte China A. war bereits am Freitag des Mordes an ihrem Kind für schuldig befunden worden. Die Geschworenen in Ohio konnten am Mittwoch jedoch nicht zu einem einstimmigen Urteil kommen. Die heute 28-jährige China A. soll ihr vier Wochen altes Baby in einen Mikrowellenherd gesteckt und dadurch getötet haben. Sie soll zur Tatzeit betrunken gewesen sein.

A.s Zellennachbarin im Gefängnis von Montgomery County hatte im Verfahren ausgesagt, A. habe ihr die Tat gestanden und als Motiv angegeben, ihr Freund habe bezweifelt, der Vater des Babys zu sein. A. habe befürchtet, er wolle sie verlassen.

"Sie sagte, sie habe das Baby in die Mikrowelle gesteckt, sie angeschaltet und dann das Haus verlassen", sagte die Zeugin Linda W. Auf die Frage, wie sie das Kind in den Ofen bekommen habe, sagte A. demnach: "Es hat genau reingepasst."

Das Urteil wird die Richterin nun am Montag verkünden. Es wird vermutlich auf lebenslange Haft lauten. Fraglich ist noch, ob es die Möglichkeit einer Begnadigung nach 25 oder 30 Jahren enthalten wird.

ala/AP



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.