Gerechtigkeit für "Justice" Pferd verklagt seine Vorbesitzerin

Mindestens 100.000 Dollar fordert ein Pferd im US-Bundesstaat Oregon von seiner ehemaligen Besitzerin - die Frau soll es vernachlässigt haben.

Pferd "Justice"
Animal Legal Defense Fund

Pferd "Justice"


Es hatte Läuse und Erfrierungen, es war ausgemergelt - und trägt heute den Namen "Justice": Um Gerechtigkeit zu erhalten, hat das achtjährige Pferd in Oregon seine Vorbesitzerin verklagt. Technisch gesehen hat die Nichtregierungsorganisation "Animal Legal Defense Fund" im Namen des Tieres Klage gegen Gwendolyn V. erhoben wie mehrere US-Medien, unter anderem die Zeitung "The Oregonian" auf ihrer Website und der Sender ABC, berichten.

"Er war extrem abgemagert - ungefähr 300 Pfund unter dem Körpergewicht für ein Pferd", sagte Anwalt Matthew Liebman, der "Justice" vertritt, ABC. Außerdem habe das Tier an einer Penis-Erfrierung gelitten, die monatelang unbehandelt geblieben sei. Der Hengst wurde demzufolge im Winter im Freien gelassen, ohne Futter und Unterstand.

Vorbesitzerin V. sagte laut ABC, als sie "Justice", der damals noch "Shadow" hieß, zur Adoption freigegeben habe, hätte sie seinen Gesundheitszustand offengelegt. Außerdem habe sie sich mit seinen neuen Pflegern darauf geeinigt, für seine Pflege zu zahlen. Seit März 2017 lebt "Justice" in einer Pferde-Rettungseinrichtung. Die Klage des Pferdes bezeichnete V. als "empörend".

"Justices" Anwälte wollen für das Tier mindestens 100.000 Dollar erstreiten. Die Summe soll ABC zufolge in eine Stiftung fließen und für die Tierarztkosten des Hengstes genutzt werden.

"Justice"
Animal Legal Defense Fund

"Justice"

Liebman sagte zu ABC, Pferde könnten Menschen verklagen, insbesondere in Oregon. 2014 hatte der dortige Supreme Court den Berichten zufolge entschieden, dass Tiere Opfer von Verbrechen werden können. "So wie wir das sehen, haben Tiere bereits gesetzlich geschützte Rechte."

bbr



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