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Gnadengesuch abgelehnt: Texas richtet Wilderer hin

Er schoss auf Tiere - und tötete bei einer Verfolgungsjagd einen Ranger: Nun ist James F. in Texas per Giftspritze hingerichtet worden. Ein staatlicher Top-Jurist fordert derweil alternative Exekutionsmethoden, zum Beispiel Gas.

Im US-Bundesstaat Texas ist erneut ein Todeskandidat hingerichtet worden. Wie die Strafvollzugsbehörden mitteilten, wurde James F. mit einer Giftspritze getötet. Es ist die vierte Hinrichtung in Texas in diesem Jahr und die zweite binnen einer Woche. Gnadengesuche blieben im Fall F. erfolglos.

James F.: 16 Minuten mit dem Tod gekämpft Zur Großansicht
REUTERS

James F.: 16 Minuten mit dem Tod gekämpft

Der 35-Jährige kämpfte 16 Minuten mit dem Tod. Er hatte im März 2007 in einem Jagdgebiet bei einer Verfolgungsfahrt einen Familienvater getötet. Damals saß F. am Steuer seines Wagens und hatte von dort aus auf Tiere geschossen, was verboten ist.

Ein Jagdaufseher löste Alarm aus, F. fuhr davon. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd, an der auch die Polizei beteiligt war, starb der 34-jährige Jagdaufseher während eines Schusswechsels.

In den USA wurden im vergangenen Jahr 28 Menschen hingerichtet. Das war die niedrigste Zahl an Hinrichtungen seit 1991. Texas ist der US-Bundesstaat mit den meisten Exekutionen. In Europa stoßen die Fälle auf Kritik. Mehrere Pharmahersteller etwa weigern sich, das Gift für die tödlichen Injektionen zu liefern.

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Mississippi, James Hood, brachte vor diesem Hintergrund alternative Tötungsmethoden ins Spiel. Er sagte, er wolle den Gesetzgeber auffordern, Exekutionskommandos, den elektrischen Stuhl oder Stickstoff zu erlauben.

Hinrichtungen seit 1976

sms/AFP/AP

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