Todesstrafe USA vollstrecken erste Hinrichtung im neuen Jahr

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist in den USA ein Todeskandidat mit der Giftspritze umgebracht worden. Der Mörder Christopher Wilkins richtete sein letztes Wort an Angehörige seiner Opfer.

Hingerichtet: Christopher Wilkins
AFP/Texas Department of Criminal Justice

Hingerichtet: Christopher Wilkins


In den USA ist zum ersten Mal im neuen Jahr ein Todeskandidat hingerichtet worden. Der 48-jährige Christopher Wilkins wurde in einem Gefängnis in Huntsville im US-Bundesstaat Texas durch eine Giftspritze getötet, sagte ein Sprecher der Strafvollzugsbehörde.

Wilkins war 2005 wegen eines Doppelmordes im Zusammenhang mit einem Drogengeschäft schuldig gesprochen worden. Während des Prozesses räumte er einen weiteren Mord ein. Den Doppelmord verübte Wilkins während eines außer Kontrolle geratenen Drogengeschäfts, bei dem es um eine Dosis Crack im Wert von 20 Dollar ging.

Hinrichtungen seit 1976

Der Mörder verzichtete auf ein letztes Statement. Den Angehörigen von Opfern, die an der Hinrichtung teilnahmen, sagte er zwei Mal: "Es tut mir leid." Nach der Giftinjektion dauerte es 13 Minuten, bis der Tod festgestellt wurde.

Texas ist für gewöhnlich der US-Bundesstaat mit den meisten Hinrichtungen, im vergangenen Jahr nahm allerdings Georgia den Spitzenplatz ein. Allgemein ging die Zahl der Hinrichtungen in den USA zurück, im vergangenen Jahr wurden insgesamt 20 Todesurteile vollstreckt.

Grund für den Rückgang ist ein Mangel an tödlichen Substanzen, die für die Giftspritzen benötigt werden. Viele europäische Pharmafirmen weigern sich, den US-Behörden Nachschub zu liefern.

sms/AFP/AP



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