Angst vor Verbot Amerikas Waffenbesitzer reißen sich um "bump stocks"

Nach dem Massenmord in Las Vegas ist die Diskussion um das Waffenrecht in den USA neu entbrannt. Eine Schnellfeuer-Vorrichtung könnte bald verboten werden. Nun sind die "bump stocks" in vielen Läden ausverkauft.

In vielen Läden sind die "bump stocks" ausverkauft.
AFP

In vielen Läden sind die "bump stocks" ausverkauft.


Mindestens 58 Menschen wurden von Stephen Paddock am Montag bei einem Konzert in Las Vegas erschossen. Nach dem Massenmord wird in den USA erneut über eine Verschärfung der Waffengesetze diskutiert. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Schnellfeuer-Vorrichtung, die Paddock verwendete, um das Blutbad anzurichten. Waffenfreunde im Land reagieren darauf mit Sorge - und kaufen die sogenannten Bump Stocks, solange es sie noch gibt.

Nachdem zunächst in Washington ein Verbot ins Gespräch gebracht wurde, hat auch die mächtige Waffenlobby NRA Stellung genommen. Sie teilte mit, der Gesetzgeber solle diese Vorrichtung, die halbautomatische Waffen fast so schnell feuern lässt wie Maschinengewehre, überprüfen und strenger regulieren. In derselben Mitteilung, der ersten nach der Tat von Las Vegas, erteilt die NRA grundsätzlicheren Änderungen des Waffenrechts allerdings eine Absage.

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seiner Sprecherin Sarah Sanders "sicherlich offen" für ein Verbot der "bump stocks". Für eine Debatte über ein generell schärferes Waffenrecht sei es aber zu früh, sagte Sanders. Man wisse noch zu wenig über die Tat. Auch sei es nicht an der Regierung, zu beurteilen, ob der Massenmord als Terror einzustufen sei. Aufgabe der Administration sei vielmehr die Prävention von Verbrechen.

Nach Angaben der Ermittler hat der Attentäter von Las Vegas in der Nacht zum Montag eine frei erhältliche und legale Umbauvorrichtung benutzt. Er konnte so bis zu 900 Schuss pro Minute abgeben.

asc/dpa

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