Mecklenburg-Vorpommern Mehr als hundert Kilo Kokain in Ananaskisten entdeckt

109 Päckchen Kokain wurden in einem Edeka-Logistikzentrum in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Das Landeskriminalamt analysiert die Drogen nun, um ihren Wert festzustellen.

Logistikzentrum in Valluhn
picture-alliance/ ZB

Logistikzentrum in Valluhn


Die Polizei in Nordwestmecklenburg untersucht einen großen Kokainfund, der Ende März in einem Logistikzentrum des Handelskonzerns Edeka in Valluhn gemacht wurde. Einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin zufolge handelte es sich um 109 Päckchen zu je etwa einem Kilogramm. Die Gesamtmenge nannte die Sprecherin nicht.

Die Drogen werden jetzt vom Landeskriminalamt (LKA) analysiert. Es solle der Reinheitsgrad festgestellt werden, sagte eine LKA-Sprecherin. Davon sei der Wert abhängig. Laut einem Bericht der "Schweriner Volkszeitung" soll der Marktwert bis zu 24 Millionen Euro betragen.

Die Behörden hatten versucht, den jüngsten Fund geheimzuhalten, um an die Hintermänner zu gelangen. Dies gelang zwei Wochen, dann sickerten Informationen an die örtliche Zeitung durch. Festnahmen gab es nach Informationen der dpa in dem Fall bisher nicht.

Kokainschwemme in Europa

Staatsanwaltschaft und LKA wollten mit Rücksicht auf die Ermittlungen keine weiteren Angaben machen. Unbestätigt blieben deshalb Informationen der "Schweriner Volkszeitung", wonach das Kokain von Costa Rica über Amsterdam nach Valluhn gekommen sein soll.

Bundesweit haben Zoll und Polizei im vergangenen Jahr so viel Kokain sichergestellt wie nie zuvor. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden geht von knapp sieben Tonnen aus - mehr als dreimal so viel wie 2016. Eine genaue Bilanz liegt nach Worten einer BKA-Sprecherin noch nicht vor.

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Immer wieder werden in Europa große Drogenmengen in Obstlieferungen aus Übersee entdeckt, oft geht es um Kokain. Kurz vor Weihnachten 2017 fand der Zoll im Ruhrgebiet rund 190 Kilogramm Kokain in einer Lieferung Bio-Bananen aus Südamerika. Wenige Wochen davor entdeckte die spanische Polizei in der Nähe von Cádiz im Süden des Landes fast sechs Tonnen Kokain aus Kolumbien, die in einer Lieferung Bananen aus der Stadt Medellín versteckt waren. In einem Obst- und Gemüsehandel in Baden-Württemberg fand die Polizei im November 2017 rund 225 Kilogramm Kokain in einer Bananenlieferung aus Ecuador.

bbr/dpa



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