Klub in Caracas 17 Menschen sterben bei Massenpanik

Eine Abschlussfeier in Venezuelas Hauptstadt wurde zur tödlichen Falle, als in einem Klub eine Tränengasgranate geworfen wurde. Die meisten Toten waren zwischen 16 und 20 Jahre alt.

Unglücksort in Caracas
REUTERS

Unglücksort in Caracas


Bei einer Massenpanik in einem Klub im Westen der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Panik sei ausgebrochen, als ein Gast nach einem Streit eine Tränengasgranate in die Menge geworfen habe, teilte Innen- und Justizminister Néstor Reverol am Samstag im Staatsfernsehen mit.

Zum Zeitpunkt des Unglücks am frühen Samstagmorgen hielten sich rund 500 Menschen in dem im bürgerlichen Stadtteil El Paraiso gelegenen Klub "Los Cotorros" auf. Es handelte sich nach Behördenangaben um eine Zeugnisfeier.

Die Opfer seien überwiegend zwischen 16 und 20 Jahre alt, schrieb ein venezolanischer Journalist auf Twitter. Elf der Getöteten erstickten im Gedränge, sagte ein Krankenhausmitarbeiter, andere wurden zu Tode getrampelt. Unter den Todesopfern waren acht Minderjährige.

Laut Innenminister Néstor Reverol wurden sieben Menschen festgenommen, darunter der Jugendliche, der die Tränengasgranate geworfen hatte. Der Klubbetreiber sei ebenfalls festgenommen worden, weil er nicht dafür gesorgt habe, dass keine Waffen oder Munition in das Gebäude gelangen konnten.

feb/AFP/Reuters

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