Verdacht auf Brandstiftung: Staatsanwaltschaft klagt Bayern-Profi Breno an

Fußballprofi Breno hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in München seine Villa vorsätzlich angezündet. Nun hat die Behörde Anklage gegen den Spieler des FC Bayern erhoben - wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

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Fußballprofi Breno: Der vorsätzlichen Brandstiftung verdächtigt

München - In der Nacht zum 20. September 2011 brannte das Anwesen des Fußballers Breno - wegen des Feuers soll sich der Bayern-Profi nun nach dem Willen der Staatsanwaltschaft München I vor Gericht verantworten. Die Ermittler haben Anklage wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung erhoben.

Man gehe davon aus, dass der Fußballer am 20. September 2011 kurz nach Mitternacht die von ihm und seiner Familie bewohnte Villa in Grünwald bei München vorsätzlich in Brand gesetzt habe, so die Staatsanwaltschaft. Das Gebäude sei durch das Feuer unbewohnbar geworden und könne nicht mehr saniert werden.

Der Angeschuldigte habe alkoholisiert Einrichtungsgegenstände an verschiedenen Stellen des Hauses in Brand gesteckt. Breno ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft für den Sachschaden von rund einer Million Euro an der Villa sowie für einen Schaden von 5000 Euro an der Garage eines benachbarten Hauses verantwortlich.

Nun habe die zuständige Große Strafkammer des Landgerichts München I darüber zu entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet werde und wann eine Verhandlung stattfinde. Breno habe bisher keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht.

Der 22-Jährige ist derzeit auf freiem Fuß. Der Brand sei eine Angelegenheit von Breno und seinem Anwalt, teilte der FC Bayern mit. Man werde den Brasilianer aber weiterhin unterstützen.

Das Gesetz sieht für schwere Brandstiftung eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis maximal 15 Jahren vor.

ulz/dpa

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1. .
Methados 11.04.2012
Zitat von sysopDPAFußballprofi Breno hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in München seine Villa vorsätzlich angezündet. Nun hat die Behörde Anklage gegen den Spieler des FC Bayern erhoben - wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,826777,00.html
ich sehe diesen "profi".....keinen einzigen tag im knast. nicht in münchen, niemals.
2. War doch schon drin
cs01 11.04.2012
Zitat von Methadosich sehe diesen "profi".....keinen einzigen tag im knast. nicht in münchen, niemals.
1. Hat der Mann schon einige Tage in U-Haft im Knast verbracht. 2. Scheint mir für einen Ersttäter mit einigermaßen günstiger Sozialprognose auch eine Strafe von 2 Jahren auf Bewährung angemessen.
3. Pst.
831nl4u51 11.04.2012
Zitat von cs011. Hat der Mann schon einige Tage in U-Haft im Knast verbracht. 2. Scheint mir für einen Ersttäter mit einigermaßen günstiger Sozialprognose auch eine Strafe von 2 Jahren auf Bewährung angemessen.
Sie machen das verschwörungslastige bashing kaputt.
4.
spoonium 11.04.2012
Zitat von cs011. Hat der Mann schon einige Tage in U-Haft im Knast verbracht. 2. Scheint mir für einen Ersttäter mit einigermaßen günstiger Sozialprognose auch eine Strafe von 2 Jahren auf Bewährung angemessen.
Zumal er auch "nur" sein eigenes Haus (vermutlich) angezündet hat, in dem sich sonst keine anderen Personen aufhielten. Allerdings war die Villa nur gemietet. Die Kosten sollte er allerdings von seinem Jahresgehalt locker ausgleichen können, sofern er nicht in bester Fußballermanier alles schon verbrannt hat (schlechter Wortwitz, aber beabsichtigt).
5.
amonn 11.04.2012
Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, den Jungen jetzt ins Gefängnis zu stecken. Unmenschlich. Lächerlich. Wenn das unser Land ist, dann gute Nacht Deutschland. Das ist nicht meine Meinung, alle diese Aussagen stammen von Uli Hoeneß. Mal sehen, wie er sich jetzt nach der offiziellen Anklage äußert - die Vorberichterstattung zum Spiel BVB-Bayern wäre eine ideale Plattform für neue populistische Tiraden auf Stammtisch-Niveau
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