Verden: Bomben- und Amokdrohung lösen Großeinsatz aus

Die Ermittler vermuten einen Zusammenhang: Im niedersächsischen Verden ging zunächst eine Bombendrohung bei der Arbeitsagentur ein, dann wurde ein Amoklauf an einer Schule angekündigt. Die Warnungen gingen im Abstand einer halben Stunde per E-Mail ein.

Verden - Eine Bombendrohung in der Arbeitsagentur in Verden und ein angedrohter Amoklauf in einer Schule haben große Polizeieinsätze ausgelöst. Nach Suchaktionen gab die Polizei in beiden Fällen Entwarnung. Die Ermittler vermuten einen Zusammenhang zwischen den Taten und suchen mit Hochdruck nach dem Verfasser der per E-Mail eingegangenen Drohungen.

In der Arbeitsagentur war gegen 9 Uhr eine Explosion für 10 Uhr angekündigt worden. Die Beamten evakuierten das Gebäude und suchten mit Hunden nach Sprengstoff. Sie fanden allerdings nichts, die Mitarbeiter durften gegen 10.40 Uhr zurück in ihre Büros.

Gegen 9.30 Uhr wurde die Polizei zu einem Gymnasium gerufen. Dort war für den Vormittag ein Amoklauf angekündigt worden. Polizisten besetzten die Eingänge zur Schule und suchten im Gebäude nach verdächtigen Personen. Die Schüler wurden per Lautsprecherdurchsage über eine angedrohte Straftat informiert, wie Polizeisprecher Jürgen Brüns sagte. Um Panik zu vermeiden, sei nicht von einem Amoklauf gesprochen worden.

Die Schüler hätten sich zwar teilweise untereinander per Handy über die Drohung informiert und auch ihre Eltern angerufen, seien aber gefasst geblieben. Weil die Polizisten nichts Verdächtiges fanden, ging der Unterricht planmäßig weiter.

Daten-Experten werten die E-Mails aus. Es sei zwar denkbar, dass sich ein Jugendlicher zwei schlechte Scherze erlaubt habe, sagte Brüns. Merkwürdig sei jedoch, dass auch die Arbeitsagentur betroffen gewesen sei.

hut/dapd

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