Verdun Unbekannte schmieren Hakenkreuze und antisemitische Parolen auf Synagoge

Eine französische Synagoge ist mit antisemitischen Parolen und Hakenkreuz-Schmierereien verschandelt worden. Frankreichs Regierung verspricht, gegen "Hass und Dummheit" zu kämpfen.


Unbekannte haben die Synagoge im ostfranzösischen Verdun mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen beschmiert. Laut Polizei prangte ein Hakenkreuz auf einem Marmorschild mit Gesetzestafeln und den zehn Geboten am Eingang der Synagoge. Auch ein weiteres, weniger auffälliges Hakenkreuz wurde gefunden. Auf dem Boden befanden sich Hassbotschaften.

Wie die Behörden mitteilten, entdeckte die Polizei die Schändungen am Samstag. Die Regierung in Paris verurteilte die Straftaten. Der französische Staatssekretär für Erinnerung und Kriegsveteranen, Jean-Marc Todeschini, erklärte: "Niemals werden wir akzeptieren, dass Hass und Dummheit die Oberhand über die Prinzipien von Toleranz und Respekt gewinnen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident François Hollande werden am 29. Mai gemeinsam der Schlacht von Verdun vor hundert Jahren gedenken. Sie dauerte 300 Tage von Februar bis Dezember 1916 und war eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs.

ulz/AFP

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