Vergewaltigung einer 14-Jährigen Staatsanwaltschaft rückt von Mordvorwurf ab

Fünf Jugendliche sollen in Hamburg gemeinsam eine 14-Jährige vergewaltigt haben. Alle Verdächtigen kamen in Haft. Zwei von ihnen sollen nun in eine Jugendeinrichtung verlegt werden.


Nach der mutmaßlich gemeinschaftlichen Vergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg hat die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe gegen die fünf Verdächtigen abgeschwächt. Nach den "neuesten Erkenntnissen" bestehe der dringende Tatverdacht des gemeinschaftlichen versuchten Mordes nicht mehr, sagte eine Sprecherin der Behörde.

Es werde nur mehr wegen sexuellen Missbrauchs Widerstandsunfähiger, gefährlicher Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Zwei Verdächtige - 14 und 16 Jahre alt - sollen wegen der veränderten Verdachtslage nun voraussichtlich aus der Untersuchungshaft in eine Jugendeinrichtung kommen.

15-Jährige aus Haft entlassen

Die Staatsanwaltschaft prüfe eine Haftumstellung, sagte die Sprecherin. Eine 15-jährige Tatverdächtige, die mit ihrem Smartphone die Tat gefilmt haben soll, sei bereits am 4. März auf Grund eines Gerichtsbeschlusses aus der Haft entlassen worden.

Das 14-jährige Opfer wurde Medienberichten zufolge am 11. Februar in einer Wohnung in Hamburg-Harburg betrunken gemacht und von vier jugendlichen Männern sexuell missbraucht. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sei das Mädchen anschließend in einen Hinterhof gelegt worden - leicht bekleidet und besinnungslos.

Zwei Verdächtige im Alter von 21 und 16 Jahren befanden sich zwischenzeitlich auf der Flucht. Im Zuge einer Öffentlichkeitsfahndung sind inzwischen beide gefasst worden. Zuletzt wurde der 16-Jährige zu Wochenbeginn in einer Wohnung in Hamburg aufgespürt.

sms/dpa



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