Vergewaltigung einer Soldatin 500 Bundeswehr-Mitglieder sollen zum DNA-Test

In einer Kaserne im niedersächsischen Bückeburg wurde eine Soldatin vergewaltigt. Drei Monate nach der Tat fordern die Ermittler nun das gesamte männliche Stammpersonal zur Abgabe einer DNA-Probe auf. Ein Test im Freundeskreis des Opfers hatte zuvor nicht zum Täter geführt.


Bückeburg - Nach der Vergewaltigung einer Soldatin in einer Bückeburger Kaserne sollen 500 Bundeswehrangehörige DNA-Proben abgeben. Zu der Untersuchung wurde das gesamte männliche Stammpersonal der Kaserne aufgerufen, teilte die Staatsanwaltschaft Bückeburg mit.

Die Soldatin war am 12. August dieses Jahres in dem gesicherten Bundeswehrgebäude vergewaltigt worden. Am Tatort fanden die Ermittler DNA-Spuren des mutmaßlichen Täters.

Wann der DNA-Test startet, steht noch nicht fest. Zuvor hatten die Ermittler bereits einen Test im Freundeskreis des Opfers veranlasst, ohne dabei auf den mutmaßlichen Täter zu stoßen. Sie gehen davon aus, dass die Soldatin nicht zufällig, sondern gezielt zum Opfer wurde. Deshalb konzentrieren sich die Ermittlungen auf Bekannte und Kameraden.

Der DNA-Test ist freiwillig, kein Soldat kann zur Teilnahme gezwungen werden. Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichten bislang aus ermittlungstaktischen Gründen keine Details zum Ablauf der Tat. Unbestätigten Presseberichten zufolge soll der Täter die Frau nach der Tat gefesselt und geknebelt in einem Spind zurückgelassen haben.

hut/dpa/dapd



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