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Killer auf Ehemann angesetzt: "Einfacher, als mich scheiden zu lassen"

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Offenbar aus Bequemlichkeit hat eine 21-jährige US-Amerikanerin versucht, einen Killer auf ihren Ehemann anzusetzen. Überführt wurde die Frau mit versteckter Kamera - das Video des erschreckend banalen Anbahnungsgesprächs kursiert inzwischen im Internet.

Washington - "Es ist nicht so, dass wir nicht miteinander auskämen." Ein Kundengespräch mit einem vermeintlichen Auftragskiller hat die US-Polizei per versteckter Kamera aufgenommen. In dem vom US-Sender ABC ausgestrahlten Film ist eine junge Frau zu sehen, die versucht, einen Killer auf ihren Ehemann anzusetzen - und das offenbar aus reiner Bequemlichkeit, schließlich sei der Mord "einfacher, als mich von ihm scheiden zu lassen".

In aller Ruhe bespricht die 21-Jährige in der Aufnahme, wann wie und wo der Vater ihrer zwei Kinder ermordet werden soll. Der Film sei im April aufgezeichnet worden, hieß es. Der "Huffington Post" zufolge stammt er vom Büro des zuständigen Staatsanwalts.

Die Polizei war Julia M. aus Muskegon im US-Bundesstaat Michigan auf die Schliche gekommen, nachdem diese zunächst einen Kollegen gebeten hatte, den Auftragsmord auszuführen. Der Mann hatte daraufhin die Behörden alarmiert; statt eines echten Killers hatte es M. mit einem verdeckten Ermittler zu tun.

50.000 Dollar bietet sie dem Mann für den Mord, bezahlen will sie mit der Lebensversicherung des Ehemanns. "So schlimm es klingt", plaudert M. und wägt die Vorteile gegenüber einer Scheidung ab: "Ich müsste mir keine Gedanken darüber machen, dass ich ihm das Herz breche." Auch darum, dass ihre Familie schlecht von ihr denken könnte, müsse sie sich bei einem Mord nicht sorgen.

Schnell kommt M. auch auf Details zu sprechen: Es könnte ja aussehen wie ein Überfall, schlägt sie vor, und wenn es schmerzlos vonstatten ginge, wäre das schön. Gut wäre es auch, sagt sie, wenn der Killer ihren Mann vor der Tat nach draußen bringen könnte. "Es wird sonst so dreckig im Haus." Schließlich wünscht sie dem vermeintlichen Dienstleister noch "viel Glück".

Nach CBS-Angaben wurde Julia M. verhaftet, nachdem sie aus dem Wagen ausgestiegen war. Sie ist wegen Anstiftung zum Mord angeklagt und hat inzwischen gestanden. Ihr droht laut Medienberichten eine Haft zwischen sechs Jahren und lebenslang.

rls/dpa

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