Sohn am Einschulungstag getötet Dreifachmörder zu Höchststrafe verurteilt

Um sich an seiner Ex-Freundin zu rächen, erschoss Drazen D. den gemeinsamen Sohn und zwei weitere Menschen. Ein Gericht hat ihn dafür nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

Angeklagter Drazen D.
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Angeklagter Drazen D.


Für den Mord an seinem sechsjährigen Sohn am Tag seiner Einschulung und an zwei weiteren Menschen im schwäbischen Villingendorf hat das Landgericht Rottweil den 41-jährigen Drazen D. zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Richter stellten zudem die besondere Schwere der Schuld fest, womit der Kroate nicht nach 15 Jahren vorzeitig auf freien Fuß kommen kann. Das Gericht übernahm damit die Forderung der Staatsanwaltschaft.

Oberstaatsanwalt Joachim Dittrich hatte dem Angeklagten vorgeworfen, aus Rache an seiner Ex-Partnerin im September 2017 den gemeinsamen Sohn und zwei weitere Menschen erschossen zu haben. Bei den beiden anderen Opfern handelt es sich um den neuen Freund seiner früheren Freundin und dessen 29-jährige Cousine. Die Mutter des Kindes habe der 41-Jährige bewusst laufen lassen, sagte der Richter, weil sie nach dem Willen von D. "ein Leben lang leiden sollte".

D. hatte Ende Mai ein Geständnis abgelegt und gesagt, er sei bei der Tat nicht er selbst gewesen, sondern habe "wie ein Roboter" gehandelt. Am Tag der Tat habe er seine Ex-Partnerin zur Rede stellen wollen. Mit Blick auf die maximal mit sechs Schuss geladene Waffe, die er mit auf die Terrasse in Villingendorf brachte, sei diese Aussage nicht sehr glaubwürdig, sagte Dittrich. "Er kam nicht, um zu reden. Er kam, um zu töten."

mxw/dpa



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