Vorwurf sexuellen Mißbrauchs: Ex-Bischof Mixa beklagt Vorverurteilung

Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa hat die Berichterstattung über seine Person kritisiert. Am Freitag waren Ermittlungen zu Vorwürfen sexuellen Missbrauchs eingestellt worden - sein Anwalt bezeichnete den Trubel um seinen Mandanten als "öffentliche Hinrichtung".

Ausgburger Bischof: Die Verfehlungen des Walter Mixa Fotos
dpa

München/Berlin - Zwei Tage nach der Einstellung der Vorermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren Augsburger Bischof Walter Mixa hat dieser sich über die Berichterstattung beklagt. "Es tut mir weh, dass viele treue Christen wegen der haltlosen Missbrauchsvorwürfe an mir gezweifelt haben", sagte Mixa der "Bild am Sonntag". Mixas Anwalt Gerhard Decker bekräftigte den Vorwurf und beklagte, "dass eine erkennbar vage Mitteilung zur öffentlichen Hinrichtung meines Mandanten missbraucht oder zumindest in Kauf genommen wurde".

Am Freitag hatte die Staatsanwaltschaft Ingolstadt mitgeteilt, dass der Verdacht des sexuellen Missbrauchs gegen Mixa sich nicht erhärtet habe. Gleichzeitig aber wurden die Prügelvorwürfe gegen Mixa aus seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen massiver. So schrieb der Sonderermittler Sebastian Knott in seinem vorläufigen Abschlussbericht von "schweren körperlichen Züchtigungen mit dem Einsatz von Gegenständen, der Dunkelkammer und verbalen Demütigungen seitens des Pfarrers Mixa" in den siebziger Jahren.

sto/dpa

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