Baden-Württemberg Polizei gelingt Schlag gegen internationalen Waffenhandel

Ermittler in mehreren europäischen Ländern sind gemeinsam gegen den Waffenhandel vorgegangen. In Deutschland wurden drei Männer festgenommen und etliche Waffen sichergestellt.


Mit einer gemeinsamen Aktion ist Ermittlern in Baden-Württemberg, Frankreich, Österreich und der Schweiz ein Schlag gegen den internationalen Waffenhandel gelungen. Laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurden in Deutschland drei Tatverdächtige festgenommen.

Die Ermittler stellten bei Hausdurchsuchungen insgesamt mehr als hundert Langwaffen, fast 50 Revolver und Pistolen, mehr als hundert Stichwaffen sowie mehrere Tausend Schuss Munition sicher, wie die Behörden im österreichischen Bregenz mitteilten. Außerdem seien rund 135 000 Euro Bargeld beschlagnahmt worden.

Als Hauptverdächtige wurden in Deutschland ein 61-Jähriger und ein 37-Jähriger festgenommen. In Österreich sind die drei Hauptverdächtigen 35 bis 76 Jahre alt. Ein terroristischer Hintergrund wurde von den Ermittlern ausgeschlossen.

Auf die Spur des Rings kam die Polizei nach eigenen Angaben dank Hinweisen französischer Kollegen aus Toulouse. Die dortige Gendarmerie hatte Erkenntnisse, wonach Handfeuerwaffen von Deutschland aus nach Toulouse geliefert werden sollten.

Die Lieferung sollte demnach im Zollernalbkreis und im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg sowie im Großraum Iserlohn in Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht werden. Nach längerer Beobachtung und intensiver Kooperation der Behörden sei bereits am 9. November 2017 der Zugriff erfolgt.

ala/dpa



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