Waffenhandel via Paketbox Student zu vier Jahren Gefängnis verurteilt

Er baute harmlose Dekorationswaffen zu scharfen Maschinenpistolen um und verkaufte sie über das Darknet. In Schweinfurt ist ein 26-jähriger Mann zu einer Haftstrafe verurteilt worden.


Wegen illegaler Waffenverkäufe über das Internet muss ein Student vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Schweinfurt verurteilte den 26-Jährigen wegen zahlreicher Verstöße gegen das Waffen- und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Der Mann hatte im Ausland harmlose Dekorationswaffen bestellt - Maschinenpistolen, die früher mal scharf waren, dann aber unschädlich gemacht wurden - und diese wieder in scharfe Waffen umgewandelt. Anschließend verkaufte er die Waffen über das sogenannte Darknet, eine Art digitale Unterwelt.

Auf die Spur des Mannes war die Kripo gekommen, weil er Maschinenpistolen, Revolver samt Munition und Zubehör immer an derselben Paketbox abgegeben hatte. Vor fast genau einem Jahr wurde der Mann in der Fachhochschule Schweinfurt von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen. Mit ihrem Strafmaß blieb die Kammer unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die sechs Jahre gefordert hatte.

lba/dpa



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