In Deutschland 24.531 Waffen als verloren oder gestohlen registriert

Die Zahl der in Deutschland als verschwunden gemeldeten Waffen ist einem Bericht zufolge stark gestiegen. Die Grünen werfen der Regierung "Arbeitsverweigerung" vor.

Schreckschusspistole
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Ende Januar 2018 waren in Deutschland insgesamt 24.531 Waffen im Nationalen Waffenregister als gestohlen oder abhandengekommen registriert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der "Bild"-Zeitung vorliegt. Das entspricht einer Steigerung von rund 18 Prozent im Vergleich zum Januar 2017.

Die meisten dieser Waffen (19.282) wurden als verloren gemeldet, etwa ein Fünftel (5249) als gestohlen. Das Waffenregister erfasst seit Anfang 2013 alle Besitzer von Waffen, die laut Gesetz bei den Behörden gemeldet werden müssen. Das sind vor allem scharfe Schusswaffen, aber auch bestimmte Schreckschuss-, Luftdruck- oder Gaswaffen, die eine relativ hohe Geschossenergie erzeugen oder kein spezielles amtliches Prüfsiegel tragen.

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz nannte die Zahlen alarmierend. "Sie zeigen: Wir müssen besser werden im Kampf gegen Waffenkriminalität", sagte er der Zeitung. "Die Bundesregierung betreibt Arbeitsverweigerung, obwohl Vorschläge seit Jahren im Parlament vorliegen." Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic sagte: "Da stellt sich schon die Frage, in welchen dunklen Kanälen diese Waffen landen und welche Straftaten damit noch begangen werden."

aar/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
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5b- 21.03.2018
1. Ganz einfach
Man muss einen Verlust einfach teuer machen. Man könnte den Besitz regelmäßig nachweisen lassen. Falls der Eigentümer dies nicht kann, soll er halt ein sehr hohes Bußgeld zahlen, welches über dem zu erwartenden Schwarzmarktwert der Schusswaffe liegt. Man kann natürlich einfach generell den Waffenbesitz von Schusswaffen mit Explosivgeschoss durch private Personen verbieten. Der Privatmann (das sind auch Frauen) kann dennoch eine Waffe sein Eigentum nennen. Vereine könnten die Schusswaffen für Mitglieder verwalten. Dann bleibt natürlich noch die Waffen ganz zu verbieten. Das wäre aber doch zu viel des Guten da dies bedeuten würde, dass dem Bürger Freiheiten eingeschränkt bekommen. Das ist schwer haltbar, da uns schon zu viele Freiheiten beschnitten wurden und es geht immer weiter. So ist die Privatsphäre gerade am zerbröckeln. Die finde ich nicht altmodisch sondern essentiell.
eunegin 21.03.2018
2. was steckt dahinter?
Hier wäre eine Einschätzung von Kriminalisten wirklich hilfreich. So bleibt der Artikel sehr im Vagen.
andua 21.03.2018
3. Neues Waffengesetz 2017 in Kraft getreten
Der Artikel ist sehr sparsam gehalten. Es ist nicht zu erkennen, wie groß der Anteil von Behördenwaffen ist, die verloren gingen, welcher Art die Waffen waren. Auch das die Regierung tatenlos wäre ist genau genommen eine Fehlinformation. Seit 2017 gibt es ein neues Waffengesetz , welches die Vorgaben zur Aufbewahrung von Waffen drastisch verschärfte. Sportschützen und Käger dürfen ihre Waffen nur noch in Tresoren mit hoher Sicherheitsstufe aufbewahren.
Tschepalu 21.03.2018
4. Ja...............................................
richtig, wir müssen was tun. Nur, was? Wo sind die Vorschläge der Grünen? Da warte ich, a k t i v e r Jäger und Sportschütze noch bis heute drauf,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
doitwithsed 21.03.2018
5. Vorschläge seit Jahren im Parlament vorliegen
Na, zeigt sich hier wieder die Verbotspartei?
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