Augsburger Altbischof Einbrecher stehlen Walter Mixa Kreuze und eine Reliquie

Kreuze, Ringe, eine Reliquie - alles weg: Unbekannte sind in die Villa des Ausgsburger Altbischofs Walter Mixa eingebrochen und haben fette Beute gemacht. Der Bestohlene zeigte sich "zuinnerst getroffen".

Altbischof Mixa (Archivbild): Diebe räumten die Kommode im Schlafzimmer aus
DPA

Altbischof Mixa (Archivbild): Diebe räumten die Kommode im Schlafzimmer aus


Kaisheim-Gunzenheim - Der Ausburger Altbischof Walter Mixa ist bestohlen worden. Ein Unbekannter brach am vergangenen Mittwoch in die Villa des 72-Jährigen im bayerischen Gunzenheim ein und wurde in einer Kommode im Schlafzimmer fündig: fünf goldene und silberne Kreuze samt Halsketten sowie zwei Ringe nahm der Täter mit. Die Polizei Donauwörth bestätigte jetzt einen entsprechenden Bericht der "Augsburger Allgemeinen".

Der Einbrecher schlug Angaben der Ermittler zufolge ein Fenster auf der Gebäuderückseite ein und stieg durch dieses in das Haus ein. Der Schaden liegt bei mehreren Tausend Euro. Wie die Tageszeitung weiter berichtet, war der Ex-Bischof zum Tatzeitpunkt für eine Fernsehaufzeichnung in der Schweiz.

Mixa sei über den Diebstahl "erschüttert und zuinnerst getroffen", wie ihn das Blatt zitiert. Bei den Kreuzen handle es sich um "ausdrucksvolle religiöse Zeichen", die ihm während seiner Amtszeit als Bischof in Eichstätt und Augsburg geschenkt wurden. Darunter soll sich ein Stück mit einer Reliquie des Heiligen Willibald befinden. Die gestohlenen Kreuze soll Mixa bei Gottesdiensten und öffentlichen Anlässen getragen haben.

Mixa war von 1996 bis 2005 Bischof von Eichstätt und von 2005 bis 2010 Bischof in Augsburg. Der Geistliche ist 2010 unter anderem wegen Misshandlungs- und Veruntreuungsvorwürfen in die Schlusslinie geraten und tat im selben Jahr zurück.

mxw/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 24 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
magoan 15.03.2014
1. Wirklich ?
Mixa sei über den Diebstahl "erschüttert" Tatsächlich ? Der war doch selber ein Kleptomane und hat so manche teure Weinrechnungen von seinen Waisenhäusern bezahlen lassen. Auch in einer schwäbischen Sakristei wollte er sich was "Goldiges" einverleiben. Wenn Zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Gleiche, bin da jetzt bisschen Schadenfroh
lullylover 16.03.2014
2. Oder die Einbrecherin!
Frechheit, vorauseilend die Tatperson als männlich zu bezeichnen! Es könnte genausogut eine Einbrecherin gewesen sein, eine Hexe, die die sakralen Gegenstände "gut" gebrauchen kann, wie es zuzeiten kommen mag. Aber erst mal stumpf diskriminieren, typisch linke Journaille.
dadanchali 16.03.2014
3. Nee
Es gibt nen Heiligen Willibald? Das ist doch ein Gag? Abgesehen von diesem Heiligen Blödsinn, was hat Willi den so gezaubert?
eugenius3 16.03.2014
4. Normalerweise
macht Kriminalität mich wütend. Aber in diesem Fall würde ich sagen, es handelt sich um ausgleichende historische Gerechtigkeit — immerhin gehört der Herr einer Organisation an, die die Menschen Jahrhunderte lang bestohlen hat. Nur fair, wenn es dann auch mal an den Besitz der Prälaten geht.
fleischwurstfachvorleger 16.03.2014
5. "Er tat zurück"?
Zitat von sysopDPAKreuze, Ringe, eine Reliquie - alles weg: Unbekannte sind in die Villa des Ausgsburger Altbischofs Walter Mixa eingebrochen und haben fette Beute gemacht. Der Bestohlene zeigte sich "zuinnerst getroffen". http://www.spiegel.de/panorama/justiz/walter-mixa-einbrecher-stehlen-altbischof-kreuze-und-ringe-a-958885.html
Wie jetzt? Tat ihm seine Tuten leid? Ich finde es ja wirklich toll, dass bei SPON Alkoholiker noch eine zweite Chance bekommen, aber sie sollten die Artikel eigentlich schon nüchtern verfassen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.