Dreifache Schießerei in Washington Polizei nimmt Bewaffneten fest

Bei drei Schießereien in Washington sind mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Laut Polizei könnten die Vorfälle miteinander in Verbindung stehen. Ein Verdächtiger wurde gefasst.

Polizeisprecher vor Westfield Montgomery Mall
AP

Polizeisprecher vor Westfield Montgomery Mall


Die Polizei hat in Washington D.C. einen bewaffneten Verdächtigen festgenommen, der möglicherweise mehrere Menschen getötet hat: Bei insgesamt drei Zwischenfällen sind binnen 24 Stunden mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Ob die Vorfälle miteinander in Zusammenhang stehen, war zunächst unklar.

Am Vormittag wurden auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums drei Menschen angeschossen. Einer von ihnen starb kurz danach. Im nur wenige Kilometer entfernten Aspen Hill wurde später eine Frau erschossen, auch sie auf einem Parkplatz vor einem großen Supermarkt.

Am Vortag hatte laut Polizei ein Mann seine Frau vor einer Highschool mit mehreren Schüssen getötet, als sie ihre Kinder abholen wollte. Gesucht werde hier nach einem bewaffneten Polizisten, teilten die Behörden mit. Der Mann schoss auch auf einen Passanten, ebenfalls mehrfach.

Laut "Washington Post" sei der Mann zuvor verurteilt worden, seine Waffe und seine Marke abzugeben. Er habe seine Frau bereits zuvor bedroht und außerdem eines der gemeinsamen Kinder über einen längeren Zeitraum misshandelt.

Es sei möglich, dass dieser Verdächtige auch für die beiden Zwischenfälle am Freitag verantwortlich sei, sagte ein Polizeisprecher in einer Pressekonferenz vor der Montgomery Mall.

Die Fernsehsender CNN und MSNBC gaben Augenzeugenberichte der Attacken wieder, wonach der Täter auf den Parkplätzen Geiseln habe nehmen wollen, um sich später von der Polizei erschießen zu lassen. Als die wohl zufällig angesprochenen Passanten Widerstand leisteten, seien die Schüsse gefallen.

Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst sämtliche mehr als 200 Schulen im Bezirk Montgomery geschlossen. Darunter war auch die deutsche Schule. Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle Schulen nach kurzer Zeit wieder geöffnet.

kry/dpa/AP



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