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Schüsse auf dem Kapitol: Polizei schließt Terrorhintergrund aus

Ein Bewaffneter hat im Besucherzentrum des US-Kapitols in Washington einen Großalarm ausgelöst: Er zielte auf einen Beamten und wurde daraufhin angeschossen. Der Polizei war der Mann bekannt.

Washington D.C.: Schüsse im Besucherzentrum des Kapitols Fotos
AP

Der Mann hatte nach Angaben der Polizei gegen 14.39 Uhr (Ortszeit) versucht, durch die Sicherheitskontrolle zu gehen. Als die Metalldetektoren anschlugen, habe er eine Waffe gezogen, sagte Polizeichef Matthew Verderosa am Montag. Der Mann wurde von Polizisten angeschossen und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde.

Wie viele Polizisten auf ihn geschossen hätten, sei noch unklar, sagte Polizeichef Verderosa. Eine Frau, die in der Nähe stand, wurde durch Splitter leicht verletzt. Frühere Meldungen, dass ein Polizist verletzt worden sei, bestätigte er nicht.

Der Mann sei der Polizei bereits bekannt. Nähere Angaben wollte Verderosa nicht machen. Einen terroristischen Hintergrund schloss er aber indirekt aus. "Aufgrund erster Ermittlungen gehen wir davon aus, dass das die Tat eines Einzelnen war, der sich schon früher auf dem Gelände des Kapitols aufgehalten hat", so der Polizeichef. "Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es mehr war als eine kriminelle Tat."

Am Tatort sei eine Waffe sichergestellt worden. Polizisten untersuchten zudem das Auto des Verdächtigen, das in der Nähe gefunden wurde.

Das Kapitol und das Weiße Haus waren unmittelbar nach dem Vorfall abgeriegelt worden. Mitarbeiter und Besucher wurden aufgefordert, die Gebäude nicht zu verlassen. Im Stadtzentrum waren zahlreiche Sirenen zu hören. Die Abriegelungen wurden aber wenig später wieder aufgehoben.

Im Kapitol befindet sich der Kongress - also der Senat und das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Das Besucherzentrum liegt an der Ostseite des Gebäudes. Gäste müssen dort durch die Sicherheitskontrollen, wenn sie das Bauwerk besichtigen wollen.

jul/dpa

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