Niedersachsen Autofahrer schlägt nach Unfall auf Feuerwehrleute ein

Einsatzkräfte der Feuerwehr wollten im Landkreis Leer einen Autofahrer aus seiner misslichen Lage befreien - und kassierten als Reaktion Schläge.


In Weener in Niedersachsen ist ein Mann am Donnerstagabend mit seinem Auto von der Straße abgekommen und in einem Graben gelandet, wie die Feuerwehr mitteilte. Bei dem Aufprall wurde der Fahrer den Angaben zufolge in seinem Wagen eingeklemmt.

Anrückende Feuerwehrkräfte befreiten den Leichtverletzten. Doch statt ihnen zu danken, sei der Mann auf die Helfer losgegangen und habe auf sie eingeschlagen, teilte die Feuerwehr mit. Ihre dicke Schutzkleidung habe die Feuerwehrleute vor Verletzungen bewahrt.

"Erst mit der Unterstützung weiterer Feuerwehrleute gelang es, den Angreifer zu fixieren", hieß es in der Mitteilung. Der Autofahrer wurde schließlich von der Polizei ins Krankenhaus begleitet. Warum der Mann ausrastete, ist nicht bekannt.

"Wir haben Angst, dass das noch schlimmer wird"

Angriffe auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte sind keine Einzelfälle. Die Gewalt nehme dramatisch zu, sagt Siegfried Maier, stellvertretender Bundesvorsitzender und Bayern-Chef der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft. "Immer mehr Kollegen haben Schwierigkeiten, weil sie im Einsatz bedroht werden. Wir haben Angst, dass das noch schlimmer wird."

An Tagen wie Silvester müsse darum künftig eine Polizeistreife standardmäßig Feuerwehreinsätze begleiten, fordert die Gewerkschaft. "Viele Massen, viel Alkohol, viel Spaß", sagt Maier. "Regelmäßig werden die Einsatzfahrzeuge mit Raketen beschossen." Auch wenn seine Forderung viel zusätzliches Polizeipersonal bedeute: "Ich halte es für sehr schwer - aber möglich."

wit/dpa



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