Fall Stephanie Mord an Schülerin nach 26 Jahren offenbar aufgeklärt

1991 stürzte die zehnjährige Stephanie bei Jena von einer Brücke, die Polizei ging von Mord aus. Nun haben die Beamten einen Tatverdächtigen ermittelt.

Mordopfer Stephanie (Archivfoto von 1991)
Landespolizeiinspektion Jena

Mordopfer Stephanie (Archivfoto von 1991)


Mehr als 26 Jahre nach dem Mord an einer Schülerin aus Weimar scheint der Fall aufgeklärt: Wie die Polizei in Jena mitteilte, konnte der mutmaßliche Täter ermittelt werden.

Die zehnjährige Stephanie war im August 1991 tot unter der Teufelstalbrücke der Autobahn 4, rund 20 Kilometer östlich von Jena, entdeckt worden. Der Täter hatte das Kind offensichtlich von der Brücke geworfen.

Der Polizei zufolge hatte kurz zuvor ein unbekannter Mann Stephanie sowie ein weiteres Mädchen in einem Weimarer Park angesprochen und sie gebeten, ihm das Schloss Belvedere zu zeigen - für 50 Mark. Stephanie erklärte sich dazu bereit und ging mit dem Unbekannten fort. Dem anderen Mädchen sagte der Mann demnach, gegen 16 Uhr mit ihrer Freundin zurück zu sein. Zwei Tage später fanden Kinder Stephanies Leiche unterhalb der Teufelstalbrücke.

 Teufelstalbrücke bei Jena
Landespolizeiinspektion Jena

Teufelstalbrücke bei Jena

Weitere Details zu den jüngsten Entwicklungen im Fall Stephanie wollen Polizei und Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekannt geben. Der Fall ist den Angaben zufolge der älteste von drei ungeklärten Kindsmorden in den thüringischen Städten Jena und Weimar, mit denen sich die Sonderkommission "Altfälle" seit November 2016 beschäftigt.

1993 verschwand in Jena der neun Jahre alte Bernd. Er wurde zwölf Tage später tot am Ufer der Saale entdeckt. Auch der Mörder der zehnjährigen Ramona aus Jena-Winzerla wurde nie gefasst. Sie verschwand im Sommer 1996, ihre Leiche wurde im Januar 1997 in einem Waldstück entdeckt.

mxw/dpa



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