Überschwemmtes Zeltlager in Frankreich Organisatoren angeklagt

Die Organisatoren eines überschwemmten Zeltlagers in Frankreich müssen mit juristischen Folgen rechnen: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben.

AP/ French Gendarmerie National

Nachdem ein Zeltlager in Südfrankreich überschwemmt worden war, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Den Organisatoren aus Leverkusen wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, erschwert durch Gefährdung anderer, wie "Le Monde" berichtet.

Angeklagt sind demnach der Vorsitzende und der zweite Vorsitzende der Jugendförderung St. Antonius. Der zweite Vorsitzende sagte, die Anklage sei am Samstag erhoben worden.

Danach seien sie gegen Auflage auf freien Fuß gesetzt worden. "Wir haben uns absolut nichts vorzuwerfen." Sie wollten zunächst weiter in Frankreich bleiben, um sich mit ihrer Anwältin zu beraten.

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Der Zeitung "Le Monde" sagte der Staatsanwalt, dass die Angeklagten bei den Ermittlungen zugegeben hätten, von der Gefahr gewusst zu haben. "Das Zeltlager war in einem von Überschwemmungen bedrohten Gebiet und die Verantwortlichen wussten das", sagte der Staatsanwalt. Der Bürgermeister von Saint-Julien-de-Peyrolas hatte die Gruppe nach eigenen Angaben gewarnt.

Das Ferienlager mit rund 100 Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren in der südfranzösischen Gemeinde St.-Julien-de-Peyrolas war am vergangenen Donnerstag überschwemmt worden. Die Teilnehmer sind seit Samstagabend wieder zu Hause bei ihren Familien. Ein 66 Jahre alter Betreuer aus Köln wird noch vermisst.

jpz/dpa



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