Rekordschlag gegen Schmuggler Zoll beschlagnahmt 151 Millionen Zigaretten

Belgischen Zöllnern ist ein Rekordschlag gegen Zigarettenschmuggler gelungen: Sieben Verdächtige wurden verhaftet, 151 Millionen Zigaretten beschlagnahmt - und nun unter Aufsicht der Behörden zerstört.


Hamburg - Monatelang waren Ermittler einer internationalen Bande von Zigarettenschmugglern auf der Spur - nun wurde der große Erfolg der Aktion präsentiert: In mehreren europäischen Häfen sind insgesamt 151 Millionen gefälschte Markenzigaretten beschlagnahmt worden. Sieben Personen seien in Untersuchungshaft, teilte der belgische Zoll am Freitag mit. Der Fall sei an die Staatsanwaltschaft von Antwerpen übergeben worden.

Die Zigaretten stammen laut Zoll aus China und wurden im November und Dezember 2011 in verschiedenen Orten sichergestellt. Sie seien in braunen Pappschachteln versteckt und auf mehrere Container verteilt gewesen. Wären die gefälschten Zigaretten nicht abgefangen worden, hätte dies für die EU Steuerverluste in Höhe von rund 29 Millionen Euro bedeutet, teilte der Zoll weiter mit.

Der illegale Handel mit Zigaretten sei ein sehr rentables Geschäft, erklärte der belgische Zoll. Aufgrund seiner zentralen Lage, seines Hafens und der Verkehrsverbindungen werde Belgien häufig als Transitland genutzt. Die Zigaretten würden dann unter anderem nach Großbritannien, Deutschland und Frankreich geschickt.

Die nun beschlagnahmte Ware sei unter anderem für den Schwarzmarkt in Berlin gedacht gewesen, teilte der Tabakkonzern Reemtsma mit. Die Fälschungen seien sehr gut gemacht und für Raucher kaum erkennbar. An dem Coup gegen die Schmuggler war dem Unternehmen zufolge neben den belgischen Behörden auch die konzerneigene Abteilung Schmuggelbekämpfung beteiligt.

Die Schmuggelware wurde am Freitag in Antwerpen unter Aufsicht der Behörden vernichtet.

siu



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