Schmuggler in Los Angeles Zoll findet Luxusautos in Containern

Ferraris, Lamborghinis und deutsche Edelmarken bevorzugt: Zollfahnder in den USA haben einen Schmugglerring für Luxusautos auffliegen lassen. Zum Verhängnis wurde der Bande, dass sie ein Fahrzeug zu lange stehen ließ - nun wird nach den Hintermännern gefahndet.


Los Angeles - Wer einen Ferrari mietet, fährt damit. Wenn das nicht geschieht, wird der Vermieter stutzig. Das ist einem Schmugglerring in den USA zum Verhängnis geworden. Die auf Luxusautos spezialisierte Bande hatte einen italienischen Sportwagen im Wert von 280.000 Dollar gemietet. Der Verleiher wurde misstrauisch, als er bemerkte, dass sich das mit einem GPS-Sender ausgestattete Fahrzeug am Hafen befand und nicht bewegte. Das berichtet die "Los Angeles Times".

Der Zoll fand das Auto in einem Container, in dem angeblich gebrauchte Fitnessgeräte waren. Auch in anderen auf diese Art deklarierten Behältern wurden die Ermittler fündig - insgesamt stießen sie auf 16 Autos im Gesamtwert von 1,5 Millionen Dollar. Vier Autos seien bereits nach Asien verschifft worden, teilte die Polizei mit. Dort werde für die Fahrzeuge der doppelte Preis bezahlt.

Die Masche der Schmuggler war offenbar sehr einfach: Unter falschem Namen kauften oder mieteten sie die Autos. Neben Verleihern und Autohändlern hätten auch Banken und Versicherungen Schaden erlitten, teilte die Polizei mit. Laut "LA Times" wurde bislang niemand in dem Fall festgenommen. Die Autos sollen ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden.

ulz

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