Prozess in Brandenburg 49-Jähriger blendet Hubschrauber mit Laserpointer und muss ins Gefängnis

Ein Mann blendete von seiner Wohnung aus einen Polizeihubschrauber. Das Amtsgericht im brandenburgischen Zossen hat nun ein Zeichen der Abschreckung gesetzt.


Das Amtsgericht Zossen hat einen 49-Jährigen zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt, weil er einen Polizeihubschrauber mit einem Laserpointer geblendet hat. Die Strafe sei nicht zur Bewährung ausgesetzt, betonte ein Sprecher des brandenburgischen Gerichts. Das Urteil solle auch als Abschreckung dienen.

Der Helikopter war im August 2016 kurz vor Mitternacht angefordert worden, weil zuvor mehrere Verkehrsflugzeuge am Flughafen Schönefeld Blendungen gemeldet hatte. Der Hubschrauber sollte klären, woher die Laserstrahlen kamen.

Laut Gericht blendete der Angeklagte den Hubschrauber, der sich in etwa 500 Metern Höhe befand, von seiner Wohnung aus mehrmals. Der Pilot wurde nicht verletzt. Der Angeklagte legte den Angaben zufolge vor Gericht ein Teilgeständnis ab. Er habe den Laserpointer ohne bestimmtes Ziel benutzt und den Hubschrauber nicht gesehen. Ob der Mann auch die Flugzeuge geblendet hatte, war nicht zu klären.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Bislang hat laut Gericht keine Prozesspartei Berufung eingelegt.

sms/dpa



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