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Zwickauer Terrorzelle: Auf den Spuren des rosaroten Panthers

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Mehr als 13 Jahre lang schienen sie von der Bildfläche verschwunden, nun wird klar: Die Terroristen der Zwickauer Zelle lebten offensichtlich nicht abgeschirmt im Untergrund, sondern pflegten zahlreiche Kontakte - vor allem in die rechte Szene mehrerer Bundesländer.

Beate Zschäpe: "Ich bin die, die Sie suchen" Zur Großansicht
dapd/ Ostthüringer Zeitung

Beate Zschäpe: "Ich bin die, die Sie suchen"

Hamburg - Als sie weiß, dass ihre Freunde tot sind, sprengt Beate Zschäpe ihre Wohnung in Zwickau in die Luft - und verschwindet. Am nächsten Morgen um 8 Uhr ruft die mutmaßlich rechtsextreme Terroristin die Eltern von Uwe Mundlos und die Mutter von Uwe Böhnhardt an, um ihnen die Todesnachricht zu überbringen.

Was sie in den folgenden zwei Tagen macht, ist unklar. Am Montag erscheint sie um 13.25 Uhr auf einer Wache in Jena und sagt: "Ich bin die, die Sie suchen." Davor soll Zschäpe nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ziellos durch Jena geirrt sein auf der Suche nach einem Rechtsanwalt. In einer Kanzlei soll sie abgewiesen und an einen Strafrechtsexperten verwiesen worden sein, der das Mandat nun auch übernommen hat. Die Kanzlei dementiert, mit Zschäpe Kontakt gehabt zu haben.

Der Auftritt bei der Polizei markiert das Ende eines jahrelangen Lebens im Untergrund. Doch wie und wo haben Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt seit ihrem Verschwinden im Jahr 1998 gelebt? Tatsächlich gibt es zahlreiche Spuren und Hinweise auf Helfer. Fügt man das Puzzle zusammen, ergibt sich ein Netzwerk aus Personen und Orten, das einen ersten Einblick in das Leben der Zwickauer Zelle im Untergrund erlaubt.

So wollen mehrere Personen die drei nach Informationen von SPIEGEL ONLINE zwischen den Jahren 2000 und 2002 in Winzerla, einem im Südwesten gelegenen Stadtteil Jenas, gesehen haben. Dort galt die rechte Szene als besonders stark, da sie sich in einem städtischen Jugendclub ausbreiten und organisieren konnte. Dort wurden auch Konzerte gegeben, wurde Nachwuchs rekrutiert.

Zum damaligen Zeitpunkt wurden die drei per Haftbefehl gesucht. Waren sie bereits nach Sachsen gezogen und kamen immer mal zu Besuch in ihre alte Heimatstadt?

"Das hätte in Thüringen sofort die Runde gemacht", sagt ein ehemaliger Weggefährte des Trios, schließt aber nicht aus, dass sie sich in anderen Bundesländern "unter Kameraden" mischten - ohne aufzufallen. Er vermutet, dass Holger G., der als vierter Verdächtiger gilt und in Untersuchungshaft sitzt, sie in die Szene in Niedersachsen eingeschleust hat. "Der hat sich um sie gekümmert, als sie vor der Polizei verschwinden mussten, die kannten sich bis dahin fast ein Leben lang, das schweißt zusammen."

Auf Neonazi-Hochzeit im Visier des Verfassungsschutzes

Dass das Trio eng mit Holger G. befreundet ist, wussten auch die Fahnder, als Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt abgetaucht waren. So baten die Thüringer Ermittler ihre Kollegen in Niedersachen um Observation, als Holger G. 1999 von Jena nach Niedersachen zog. Holger G. wolle den Dreien ein Quartier im Ausland vermitteln, lautete der Verdacht. Auftragsgemäß behielten ihn die Niedersachsen im Blick und erstatteten den Thüringern Bericht - die Informationen legten die bei sich anschließend aber tatenlos zu den Akten. Drei Jahre später wurden sie gelöscht.

Dabei war Holger G. bereits damals dem Verfassungsschutz in Niedersachsen bekannt: Als Mitläufer der rechten Szene war er 1999 bei der Hochzeitsfeier einer Neonazi-Größe gesichtet und in der Datei des Verfassungsschutzes erfasst worden.

Auch zu einem Brandenburger, der eine führende Rolle in der dortigen rechten Szene einnimmt, soll das Trio Kontakt gehalten haben, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dabei handele es sich um den Zwillingsbruder eines Neonazis aus Sachsen, der der Terrorzelle aus Zwickau bei der Herstellung der DVD zu den Morden an türkischstämmigen Männern und einem Griechen geholfen haben soll. Die Bundesanwaltschaft wollte sich nicht zu möglichen weiteren Verdächtigen äußern.

Laut "Tagesspiegel" soll der Sachse häufig gemeinsame politische Aktionen mit seinem Zwillingsbruder geplant haben. Der Brandenburger Rechtsextremist steht dem Bericht zufolge dem Potsdamer "Stützpunkt" der Jungen Nationaldemokraten (JN) nahe, der Jugendorganisation der NPD. Der "Stützpunkt" werde von Neonazis dominiert, die sich allerdings mit der NPD überworfen hätten. Weder das Landeskriminalamt Brandenburg noch das Innenministerium wollten die Angaben kommentieren.

Weihnachtsfeier und Demos im Untergrund?

Selbst in einer homogenen, abgekapselten Gruppe wie der Zwickauer Zelle gehe es nicht ohne soziales Leben, sagt ein Kenner der rechten Szene Sachsens. Er ist davon überzeugt, dass sowohl Zschäpe als auch Mundlos und Böhnhardt seit 2001 in Zwickau lebten, aber Kontakt nach Niedersachsen zu Holger G. und anderen Rechtsextremisten hielten.

Beate Zschäpe soll laut "Bild" bei einer Weihnachtsfeier der NPD sowie bei einer Kundgebung im März 2004 im niedersächsischen Georgsmarienhütte gewesen sein. In der Regel würden solche Feste in großem Rahmen gefeiert, so der ehemalige Weggefährte. "Da fällt der Einzelne nicht so auf, aber natürlich hätten sie immer damit rechnen müssen, dass ein Kamerad einem Funktionär in Thüringen Bescheid gibt."

Zschäpe soll sich als Gründungsmitglied des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) zu erkennen gegeben und gesagt haben, die Gruppe habe elf Anhänger, berichtet "Bild". Das hält ein Aussteiger aus der Neonazi-Szene jedoch für zweifelhaft, vielmehr geht er davon aus, dass das Trio zwar ein relativ normales Sozialleben führte, sich aber nicht in der politischen Szene mit radikalen Taten rühmte.

Kenner der Szene verweisen auf die Nähe, die die NPD zu gewaltbereiten Neonazis besonders in Sachsen pflegte. Dort gab es bis zum Jahr 2000 die Skinheads Sächsische Schweiz (SSS), die durchsucht und, nachdem Sprengstoff und Schusswaffen sichergestellt worden waren, verboten wurden. Die SSS-Mitglieder hätten sich ab diesem Zeitpunkt auf die umliegenden Kameradschaften und auch in NPD-Kreise verteilt.

Paulchen Panther auf Facebook-Profil

Die Thüringer NPD-Mitglieder K. und Wohlleben pflegten nach Informationen von SPIEGEL ONLINE engen Kontakt zu Thomas G. aus Altenburg, der den gleichen Nachnamen wie der am Sonntag Festgenommene trägt - und den zwei Dinge mit der Zwickauer Terrorzelle verbinden: Wie sie war auch er im "Thüringer Heimatschutz" aktiv und hielt sich oft in Zwickau auf.

Gemeinsam organisierte Thomas G. mit K. und Wohlleben das "Fest der Völker", eine Neonazi-Veranstaltung, die bislang in Jena, Altenburg und Pößneck stattfand. Zudem soll er das "Freie Netz" aufgebaut haben, einen Zusammenschluss militanter Kameradschaften aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, die sich innerhalb kürzester Zeit zusammenrufen lassen. Und er baute die Zwickauer Neonazi-Szene auf, indem er seinen Freund Daniel P. von Altenburg nach Sachsen schickte, um Mitglieder zu rekrutieren.

Thomas G. gründete gemeinsam mit Daniel P. in der Zwickauer Innenstadt, wo Zschäpe seit 2001 wohnte, eine Wohngemeinschaft für Kameraden. Er selbst aber soll dort nie gewohnt haben. Von dort wurden weitere Aktionen geplant. In einem Haus in derselben Straße richtete die NPD zeitgleich ein Bürgerbüro ein - für Peter Klose, von 2006 bis 2009 NPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen und Chef der NPD in Zwickau.

Klose sagt, er schließe nicht aus, dass die Mitglieder der Terrorzelle an Veranstaltungen der NPD teilnahmen. "Es kann durchaus sein, dass ich denen bei Veranstaltungen oder Großdemos über den Weg gelaufen bin", so Klose, dem ein enger Draht zur militanten Szene nachgesagt wird und der zum Geburtstag Adolf Hitlers am 20. April gern die Reichsflagge aus seinem Fenster hängt. Dieses Jahr wehte nicht nur die Fahne, sondern Klose trat an diesem Tag demonstrativ aus der NPD aus und sitzt inzwischen als Parteiloser im Stadtrat von Zwickau.

Bis zum vergangenen Wochenende war er bei Facebook unter dem Namen Paul Panther angemeldet, auch ein Foto der rosafarbenen Zeichentrickfigur schmückte den Eintrag. Die DVD, mit der die Zwickauer Terrorzelle ihre Morde dokumentierte, zeigt ebenfalls den Comic-Panther. In zynischer, unerträglicher Weise fasst er die kaltblütigen Verbrechen zusammen.

Er hätte auch Fix und Foxi nehmen können, sagt Klose - "wegen der schwarz-weiß-roten Umrandung". Aber ihm habe Paulchen Panther "einfach als Trickfilmserie viel besser gefallen". Ein "tieferer Sinn" stecke nicht dahinter, die Doppelung mit der Bekenner-DVD sei purer Zufall. Am Montag, nachdem er sie sich im Internet angesehen habe, habe er sein Profil umgestellt - auf seinen echten Namen samt Foto.

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1. Das Urvertrauen darf niemals beschädigt werden.
adsum 17.11.2011
Zitat von sysopMehr als 13 Jahre lang schienen sie von der Bildfläche verschwunden, nun wird klar: Die Zwickauer Terrorzelle lebte offensichtlich nicht abgeschirmt im Untergrund, sondern pflegte zahlreiche Kontakte - vor allem in die rechte Szene mehrerer Bundesländer. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,798289,00.html
Entscheidend sind nicht die zahlreichen Kontakte zur rechten Szene, die kann man wohl als gegebene Binsenwahrheit vermuten. Wichtig wäre natürlich herauszufinden, ob das Umfeld der rechten Ecke oder besonders Eingeweihte innerhalb dieses Zirkels über die Verbrechen dieser Täter bescheid wussten. Also Bürger dieses Staates kann man nur entsetzt sein, dass es solche Täter überhaupt gibt und vielleicht sogar noch solche die wissentlich so etwas unterstützen. Es gibt bei jedem Menschen ein gewisses Urvertrauen, sogar gegen Kriminelle. Also, wenn ein Räuber einem eine Pistole an den Kopf hält und Geld und Wertsachen fordert, dann folgt man der Aufforderung in der Hoffnung am Leben zu bleiben. Wenn aber der Räuber trotzdem sein ausgeraubtes Opfer durch Kopfschuß tötet, dann ist jedes Urvertrauen dahin. Ein Poizist, der eine verdächtige Person kontrollieren muss, vertraut auch darauf, dass der Verdächtige sich kontrollieren lässt und ihn nicht gleich über den Haufen schießt. Man denke an die RAF-Zeit, in der im krankhaften Wahn jeder Polizei-Bulle zum Todfeind erklärt wurde und sofort bei Kontrolle das Feuer auf ihn eröffnet wurde. Dabei hatten und haben wir doch einen funktionierenden Rechtsstaat, den besten, den wir je hatten. Freilich auch mit manchen Schwächen. Nein, diese Mörder schossen sofort auf ihre unschuldigen ausländisches Opfer oder waren die Opfer eine Zelle der Al-Kaida, die Selbstmordanschläge schmiedeten; dann wäre es ihre Aufgabe gewesen, dies der Polizei zu melden. Immerhin haben unsere Beschützer im Hintergrund bis jetzt erfolgreich uns vor solchen islamistischen Anschlägen bewahrt und hoffentlich auch in der Zukunft vor dem Terror anderer politischen und/oder krimineller Wahnsinnigen.
2. Muss dass denn sein?
SNA 17.11.2011
Zitat von sysopMehr als 13 Jahre lang schienen sie von der Bildfläche verschwunden, nun wird klar: Die Zwickauer Terrorzelle lebte offensichtlich nicht abgeschirmt im Untergrund, sondern pflegte zahlreiche Kontakte - vor allem in die rechte Szene mehrerer Bundesländer. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,798289,00.html
"Auf den Spuren des rosaroten Panthers"? Muss man die Verharmlosung der Taten durch die Täter in ihrem Video um eines reißerischen Titels willen benutzen? Kann die Berichterstattung nicht in die Hände einer erfahrenen und klugen Journalistin wie Frau Friedrichsen gelegt werden?
3. Verbindungsoffizier Niedersachsen/ Thüringen ?
Hawieldt 17.11.2011
Zitat von sysopMehr als 13 Jahre lang schienen sie von der Bildfläche verschwunden, nun wird klar: Die Zwickauer Terrorzelle lebte offensichtlich nicht abgeschirmt im Untergrund, sondern pflegte zahlreiche Kontakte - vor allem in die rechte Szene mehrerer Bundesländer. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,798289,00.html
Tja,und in dem Artikel wird eine Person genannt,die seit weit mehr als 13 Jahren Schlagzeilen in der Öffentlichkeit macht .... Stellt sich eigentlich niemand die Frage ob Thorsten Heise als hochrangiger V-Mann fungiert ?
4. Nein, das muss nicht sein ...
saba, 17.11.2011
Zitat von SNA"Auf den Spuren des rosaroten Panthers"? Muss man die Verharmlosung der Taten durch die Täter in ihrem Video um eines reißerischen Titels willen benutzen? Kann die Berichterstattung nicht in die Hände einer erfahrenen und klugen Journalistin wie Frau Friedrichsen gelegt werden?
Nur SPON ist "Auf den Spuren des rosaroten Panthers", da spricht sogar die BILD lieber von Nazi-Killern. Das ist mir ehrlich gesagt lieber - weil journalistisch korrekter.
5. Heute mal kein Titel.
Saïph 17.11.2011
Zitat von sabaNur SPON ist "Auf den Spuren des rosaroten Panthers", da spricht sogar die BILD lieber von Nazi-Killern. Das ist mir ehrlich gesagt lieber - weil journalistisch korrekter.
"Nazi-Killer" ist nicht journalistisch korrekter, sondern boulevardesk plakativ und sollte damit tatsächlich besser bei der BILD bleiben. Ich finde die Überschrift durchaus feinsinnig und wüsste nicht, warum dem Autor das Stilmittel nicht erlaubt sein sollte, wir sind doch alle erwachsen und wissen, worum es wirklich geht.
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Bekennervideo: Paulchen Panther und Propaganda


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Neue Spuren: Döner-Morde - Spur im rechtsextremen Milieu

Neonazi-Mordserie
9. September 2000 - Enver S.
Das erste Opfer war der Blumenhändler Enver S., 38, aus dem hessischen Schlüchtern. Er stand mit seinem Verkaufswagen am Vormittag des 9. September 2000 an einer Ausfallstraße in Nürnberg-Langwasser. S. vertrat einen Kollegen, der an diesem Tag Urlaub genommen hatte. Am Nachmittag fand man S. im Transporter, von Kugeln durchsiebt.
13. Juni 2001 - Abdurrahim Ö.
Neun Monate später starb Abdurrahim Ö. Der geschiedene 49-Jährige, der in Nürnberg-Steinbühl wohnte, war Schneider, seit vielen Jahren in Deutschland. Tagsüber stand er bei Siemens am Band, abends besserte er für ein paar Euro Kleider aus. Am Nachmittag des 13. Juni 2001 hörten Nachbarn einen Streit, angeblich waren zwei osteuropäisch wirkende Männer bei Ö. Wenig später lag dieser tot auf dem fleckigen PVC-Boden hinter dem Schaufenster, mit zwei Kugeln im Kopf.
27. Juni 2001 - Süleyman T.
Süleyman T., 31, wurde nur wenige Tage später, am 27. Juni 2001, von seinem Vater gefunden. Der Obst- und Gemüsehändler arbeitete im eigenen Laden in Hamburg-Bahrenfeld. Kurz hintereinander hatte man ihm mit zwei Waffen - eine war die Ceska - dreimal in den Kopf geschossen.
29. August 2001 - Habil K.
Am 29. August 2001 starb Habil K. durch zwei Kopfschüsse in seinem Gemüsegeschäft in München-Ramersdorf. Passanten glauben, sie hätten einen ausländisch aussehenden Mann mit Schnurrbart weglaufen und in ein dunkles Auto steigen sehen. Er wurde nie gefunden.
25. Februar 2004 - Yunus T.
Am Morgen des 25. Februar 2004 bekam der 25-jährige Yunus T. in einem Rostocker Dönerstand Besuch. Wieder war es ein Kopfschuss, wieder aus der Ceska. Bis heute ist unklar, ob T. verwechselt wurde. Er lebte erst seit ein paar Tagen in Rostock und war an diesem Morgen zufällig als Erster an der Bude.
9. Juni 2005 - Ismail Y.
Am 9. Juni 2005 wurde Ismail Y., 50, mit gezielten Schüssen in seinem Dönerstand an der Scharrerstraße in Nürnberg getötet. Bauarbeiter sahen zwei Männer: Sie stellten ihre Fahrräder direkt vor Y.s Stand ab, gingen hinein, kamen rasch zurück und steckten eilig einen Gegenstand in den Rucksack. Das Duo wurde nie gefunden.
15. Juni 2005 - Theodorus B.
Am 15. Juni 2005 erschoss ein Unbekannter im Münchner Westend den Griechen Theodorus B., 41, der gerade einen Schlüsseldienst eröffnet hatte.
4. April 2006 - Mehmet K.
Mehmet K., 39, hörte am 4. April 2006 wohl noch die Türglocke seines Kiosks an der belebten Dortmunder Mallinckrodtstraße bimmeln, dann fielen die Schüsse.
6. April 2006 - Halit Y.
Bei der vorerst letzten Bluttat in Kassel am 6. April 2006 ging der Killer ein hohes Risiko ein: Er betrat das Internetcafé an der Holländischen Straße, obwohl sich dort mindestens drei Gäste aufhielten. Kurz nach 17 Uhr starb der 21-jährige Halit Y. durch zwei Schüsse aus der Ceska, beide in den Kopf.
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