Zwiebelmarkt in Weimar Mehrere Verletzte nach Überfall auf Volksfest

Auf einem Volksfest in Weimar haben mehrere Männer eine Frau belästigt. Als ihr Freund einschritt, wurde er angegriffen. Die Polizei nahm vier Personen vorläufig fest.

Besucher des 365. Weimarer Zwiebelmarktes
DPA

Besucher des 365. Weimarer Zwiebelmarktes


Zum 365. Mal fand am vergangenen Wochenende in Weimar der sogenannte Zwiebelmarkt statt, er gilt als ältestes Volksfest Thüringens. Die Landespolizeiinspektion Jena hat nach dem Abschluss der Veranstaltung Bilanz gezogen: Von Freitag bis Sonntag sind demnach insgesamt 44 Strafanzeigen registriert worden.

In der Nacht zu Sonntag sei es zu einem Fall von "Landfriedensbruch nach sexueller Belästigung" gekommen, heißt es in der Erklärung der Polizei. Dabei sei eine 27 Jahre alte Frau von mehreren Männern in deren Mitte gezogen und am Oberkörper berührt worden. Als ihr Freund eingreifen wollte, landete er auf dem Boden - die anderen Männer schlugen und traten auf ihn ein, wie es von der Polizei hieß.

Mehrere Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hätten eingegriffen, dabei sei es zu weiteren Angriffen gekommen. Drei Sicherheitsmitarbeiter seien leicht verletzt worden. Vier Männer im Alter zwischen 22 und 31 Jahren wurden den Angaben zufolge vorläufig festgenommen und in den frühen Morgenstunden wieder freigelassen.

Zudem sei es auf dem Zwiebelmarkt auch zu acht Vermisstenfällen gekommen, berichtete die Polizei. Alle Personen seien aber schnell wieder gefunden worden. Außerdem wurden den Angaben zufolge zwölf Platzverweise ausgesprochen. In der Erklärung heißt es unter anderem: "Trotz der hohen Teilnehmerzahl war die Volksfeststimmung aus polizeilicher Sicht äußerst positiv zu bewerten."

aar

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