Bangladesch: Dutzende Menschen sterben durch Kältewelle

Ungewöhnlich niedrige Temperaturen machen den Einwohnern Bangladeschs zu schaffen. Die Kliniken sind überfüllt, Atemwegserkrankungen häufen sich, etwa 80 Menschen starben. Vor allem die Armen sind nicht auf das Wetter vorbereitet.

Dhaka - Bei einer Kältewelle in Bangladesch sind etwa 80 Menschen an Krankheiten wie Lungenentzündung und schwerem Husten gestorben. Wie die Behörden mitteilten, wurde in der nördlichen Stadt Syedpur mit drei Grad Celsius die niedrigste Temperatur seit dem Jahr 1968 gemessen - damals gehörte das Land noch zu Pakistan. Die Krankenhäuser waren den Angaben zufolge mit Menschen überfüllt, die an Atemwegserkrankungen litten.

Die Menschen seien auf derart niedrige Temperaturen nicht vorbereitet, erklärte die Hilfsorganisation Roter Halbmond. Besonders in armen Regionen fehle es den Einwohnern an warmer Kleidung und Heizungen. Viele könnten wegen des Wetters nicht zur Arbeit gehen.

In Bangladesch herrscht normalerweise tropisches Wetter, im Januar werden normalerweise etwa zehn Grad gemessen. Für Samstag sagten die Behörden wieder höhere Temperaturen voraus.

bim/AFP

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