Berühmter Gorilla gestorben "Koko hat die Leben von Millionen Menschen berührt"

Sie traf Stars wie Robin Williams und war für ihre Zeichensprachen-Kenntnisse bekannt. Die Gorilla-Dame Koko ist tot. Sie wurde 46 Jahre alt.

Gorilla Koko und Francine Patterson
AFP PHOTO / The Gorilla Foundation

Gorilla Koko und Francine Patterson


Das für seine Fähigkeit zur Zeichensprache berühmte Gorillaweibchen Koko ist tot. Es starb im Alter von 46 Jahren in Kalifornien, wie die Gorilla-Stiftung mitteilte. "Koko hat die Leben von Millionen Menschen berührt - als Botschafterin für Gorillas und als Ikone der Kommunikation zwischen Tieren und Menschen."

Das Tier sei bereits am Mittwochmorgen im Schlaf gestorben. Was Koko über die emotionalen und kognitiven Fähigkeiten von Gorillas gelehrt habe, werde "die Welt prägen", hieß es weiter.

Der westliche Flachlandgorilla wurde 1971 unter dem japanischen Namen Hanabi-ko (deutsch: Feuerwerkskind) im Zoo von San Francisco geboren. Tierpsychologin Francine Patterson brachte Koko ab ihrem zweiten Lebensjahr 1000 Wörter in US-Zeichensprache bei, daraufhin trat sie in zahlreichen Dokumentarfilmen auf.

Bekannt wurde ein Video von dem Treffen des Affen mit Robin Williams aus dem Jahr 2001 - Koko und der Schauspieler hielten sich an den Händen und kitzelten aneinander. "Wir haben etwas außergewöhnliches geteilt: Lachen", sagte Williams später. Nach dem Koko vom Tod des Schauspielers im Jahr 2014 erfahren habe, habe sie getrauert, sagte Patterson.

"Koko war als Individuum sehr intelligent, wie alle Menschenaffen, und auch einfühlsam, etwas was nicht jeder von einem "King Kong"-ähnlichen Tier erwartet, das Filme als gefährlich und furchteinflößend darstellen", schrieb der niederländische Affenforscher Frans de Waal zu Kokos Tod.

Bücher, Medienberichte und Fernsehserien befassten sich mit der kommunikativen Gorilla-Dame. 1978 zeigte das Magazin "National Geographic" ein Foto als Titelbild, das Koko von sich selbst im Spiegel aufgenommen hatte.

Im Jahr 2005 war Koko Gegenstand eines Rechtsstreits: Zwei ehemalige Mitarbeiterinnen der Gorilla-Stiftung verklagten ihren Ex-Arbeitgeber, weil dieser sie angeblich zwingen wollte, für den Affen ihre Brüste zu entblößen, um eine noch engere Bindung zu erreichen. Nach ihrer Darstellung hatte Koko eine Leidenschaft für Brustwarzen. Die Stiftung wies die Vorwürfe zurück. Die Parteien erzielten eine Einigung, über die jedoch Stillschweigen bewahrt wurde.

bbr/AFP/AP



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